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NRD startet inklusiven Leitbildprozess

01.12.2016

NRD startet inklusiven Leitbildprozess

Mühltal. - Gut 100 Führungskräfte und Interessenvertreter der Bewohner und Werkstattbeschäftigten trafen sich zum Auftakt in der Lazaruskirche in Mühltal. Das neue Leitbild werden Mitarbeiter und Klienten gemeinsam erarbeiten.

Fast 20 Jahre ist es her, dass die NRD ein Unternehmensleitbild erarbeitet hat. Seitdem haben sehr viele Veränderungen stattgefunden. Damals hatte die NRD zwei Standorte, heute sind es fast 50. Denn die NRD baut die früheren zentralen Wohneinrichtungen ab und ersetzt sie durch kleinteilige Häuser und Wohnungen in den Regionen Südhessen und Rheinhessen. Zusätzlich wurden etliche ambulante Angebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf entwickelt.

Die NRD hat festgestellt, dass es an der Zeit ist, sich wieder gemeinsam zu vergewissern, auf welchem Weg man ist und welche Ziele erreicht werden sollen. Erstmals – und auch für Träger der Behindertenhilfe revolutionär – findet der Prozess zur Erarbeitung eines neuen Leitbildes inklusiv statt: Mitarbeitende und Klienten arbeiten gemeinsam daran.

Um ein Leitbild inklusiv entwickeln zu können, hat die NRD in der Vorbereitung ein Vorgehen erarbeitet, das sich von der klassischen Leitbilderstellung in Textform löst. Der NRD-Leitbildprozess greift unterschiedliche Ausdrucksformen auf, um auch Menschen die Mitwirkung zu ermöglichen, die ihre Vorstellungen nur eingeschränkt oder gar nicht sprachlich ausdrücken können.

Zum Projektauftakt trafen sich am Mittwoch in der Mühltaler Lazaruskirche knapp 100 Führungskräfte und Mitglieder der Interessenvertretungen der Bewohner und Werkstattbeschäftigten aus allen Wohneinrichtungen und den drei Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) der NRD. Das Projekt wird in mehreren Schritten durchgeführt werden: In der Erkundungsphase sind die Mitarbeiter und Klienten eingeladen, sich individuell und in Gruppen zu überlegen, was ihnen an der NRD gefällt und was nicht, was sich ändern, und was bleiben soll, wie es heute ist. Sie sind eingeladen, Fragen zu stellen, Texte zu schreiben, Bilder zu malen, Fotos aufzunehmen oder Filme zu drehen.

In Mühltal ist bereits eine Malwerkstatt in Vorbereitung, am Standort Mörfelden wird Anfang nächsten Jahres eine Schreibwerkstatt zum Leitbild durchgeführt werden.

Ein weiteres Novum in einem Leitbildprozess: Für diesen Arbeitsschritt wurde eine eigene interne Social-Media-Homepage eingerichtet, auf der die Beiträge selbst gepostet werden können. Sie steht denjenigen zur Verfügung, die das Medium Internet nutzen können oder wollen. Für alle anderen bleibt der klassische (Haus-) Postweg. Die Ergebnisse werden am Ende der Erkundungsphase für alle bereitgestellt.

Im zweiten Schritt zur Analyse des Ist-Standes hat die NRD Clowns engagiert. Unter der Leitung von Ann Dargies, Clown-Ausbilderin und Regisseurin, werden Clowns in Zweiergruppen Einrichtungen der NRD besuchen und sich dort umschauen. Das Besondere der Methode besteht darin, dass die Akteure in ihrer Rolle als Clowns auf naive und unbefangene Weise am Geschehen teilnehmen und beobachten. In einer speziellen Schulung sind sie inhaltlich auf die NRD und ihre Arbeitsbereiche vorbereitet worden.

Das Ergebnis der Clownsrecherche wird in einem Theaterstück bestehen. Das entwickeln die Clowns gemeinsam nach ihren Besuchen. Sie präsentieren es anschließend den Leitungskräften und den Interessenvertretern der Klienten. Mit den Rückmeldungen aus dem Theaterstück und der Materialsammlung legen diese dann gemeinsam fest, welchen Inhalt und welche Gestalt ein neues Leitbild erhalten wird.

Ob es am Ende ein Bild werden wird, eine Skulptur, ein Lied, ein gemeinsamer Film – oder doch ein Text -, das kann heute noch niemand voraussagen. Was aber schon feststeht: dieses Leitbild haben Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam erarbeitet. Denn Inklusion geht nur gemeinsam.


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