Landrat Schellhaas: "Die Kundenliste der Mühltal-Werkstatt ist das Who-is-Who der Region"

14.07.2017

Landrat Schellhaas: "Die Kundenliste der Mühltal-Werkstatt ist das Who-is-Who der Region"

Mühltal. - Klaus-Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, besuchte am Donnerstag die Mühltal-Werkstatt im Nieder-Ramstädter Gewerbegebiet. Dort informierte er sich über die Produktionsmöglichkeiten der größten der drei Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD). Neben Mühltal betreibt die NRD Werkstätten in Dieburg und im rheinhessischen Wörrstadt.

Die Zeiten, in denen in beschützenden Werkstätten Handwerksartikel für den Verkauf auf Basaren oder an der Haustür hergestellt wurden, sind lange vorbei. Die Mühltal-Werkstatt ist ein leistungsstarker Produktionsbetrieb. Landrat Schellhaas staunte über die technische Ausstattung in den Produktionshallen und die Kompetenz der Beschäftigten.

Arbeit an Menschen anpassen

Wie NRD-Bereichsleiter Andreas Koch erklärte, wird die Arbeit in einer Weise organisiert werde, dass jeder Mensch seine individuellen Fähigkeiten optimal nutzen kann. Die Arbeit wird dem Menschen angepasst, nicht umgekehrt. Deshalb spielt die Behinderung hier keine Rolle. Immer wieder aufs Neue entwickeln findige Mitarbeiter Hilfsmittel, die Beschäftigten mit Einschränkungen bestimmte Handgriffe oder Arbeitsabläufe erleichtern oder gar erst ermöglichen.

Überhaupt setzt die NRD auf die berufliche Bildung ihrer Beschäftigten. SchulabgängerInnen absolvieren eine zweijährige Ausbildungszeit im so genannten Berufsbildungsbereich. Hier werden sie grundsätzlich für alle Arbeitsmärkte qualifiziert. Je nach den individuellen Möglichkeiten finden sie anschließend eine Beschäftigung in der WfbM oder auf dem ersten Arbeitsmarkt – sei es durch eine reguläre Anstellung in einem Betrieb oder in einem Integrationsbetrieb wie dem von der NRD betriebenen Mühltaler Gartenmarkt. Auch so genannte betriebsintegrierten Beschäftigungsplätze (BiB) werden angeboten: In diesem Fall arbeitet der Beschäftigte in einem regulären Betrieb, wird aber weiterhin durch die NRD begleitet und betreut. Es hat sich gezeigt, dass dieser Weg die Bereitschaft von Firmen steigert, einen Menschen mit Beeinträchtigung einzustellen.

Vor drei Jahren hat die NRD die Behindertenhilfe Dieburg mit ihren Werkstätten übernommen. Die Integration, stellen Andreas Koch und NRD-Vorstand Walter Diehl fest, ist gelungen. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, die Mitarbeitenden fühlen sich in der neuen Trägerschaft gut aufgehoben. Nicht nur Dieburg, auch die NRD hat gewonnen, sagt Koch. Jede der Werkstätten bringt ihre eigenen Schwerpunkte und Kompetenzen mit. Ein großer Zugewinn für die NRD ist die Reha-Werkstatt für psychisch beeinträchtigte Menschen. Durch die enge Kooperation der Werkstätten entstehen Synergien, die das Leistungspotenzial der NRD-Werkstätten insgesamt erhöhen. Nicht umsonst sind die Betriebe heute voll ausgelastet, in Dieburg konnte die Zahl der Beschäftigten von 250 auf knapp 300 erhöht werden.

Namhafte Firmen sind Kooperationspartner

Die NRD-Werkstätten kooperieren mit vielen namhaften Unternehmen in der Region wie Riegler, DAW (Caparol), OTLG (Volkswagen), Senator. „Die Kundenliste der NRD-Werkstätten ist das Who-is-Who der Region Südhessen“, stellte Schellhaas anerkennend fest. Die Kunden schätzen besonders die Zuverlässigkeit und die beständige Qualität der Arbeit, die für Koch ein Alleinstellungsmerkmal einer WfbM ist: „Viele unserer Beschäftigten haben gerade aufgrund ihrer Behinderung die außerordentliche Fähigkeit, gleichbleibend gute Leistung zu liefern.“

Für die Reha-Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung in Münster entwickelt Koch gerade die Idee, den Onlinevertrieb von Endverbraucherprodukten aus den verschiedenen NRD-Bereichen als ein qualifiziertes Arbeitsangebot für Klienten aufzubauen. In Mühltal wird derzeit der NRD-Landwirtschaftsbetrieb Sonnenhof umgebaut. Ein neuer Stall wird mit einem Melkroboter für die 60 Milchkühe ausgestattet, deren zertifizierte Biomilch und zusätzlich 60 bis 80 Kilo geschälter und konfektionierter Kartoffeln täglich an die Gastronomie der Region ausgeliefert werden.

Als ein Dankeschön für seinen Besuch erhielt Lilienfan Schellhaas eine Tasse mit einem Motivaufdruck des SV Darmstadt 98. Schon länger stellt die NRD Fanartikel für den Darmstädter Verein her, der die NRD auf vielfältige Weise unterstützt und umgekehrt in den Reihen der NRD-Beschäftigten seine treuen Fans hat.


Bild oben: Klaus-Peter Schellhaas, Walter Diehl, Andreas Koch, Nicole Kozak

von links: John-Ross Krause, Hans-Gerhard Klingelmeyer, Walter Diehl, Klaus-Peter Schellhaas, Annette Meffert, Andreas Koch
von links: John-Ross Krause, Hans-Gerhard Klingelmeyer, Walter Diehl, Klaus-Peter Schellhaas, Annette Meffert, Andreas Koch

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