Menschen mit Behinderung untersuchen: wie barrierefrei ist der Hessentag

12.06.2017

Menschen mit Behinderung untersuchen: wie barrierefrei ist der Hessentag

Rüsselsheim. - In dieser Woche findet der Hessentag in Rüsselsheim statt. Unter den Besuchern werden auch viele Menschen mit Behinderung sein. Statistisch gesehen hat jeder Zehnte in Deutschland eine Behinderung. Ein paar Besucher testen in Rüsselsheim, ob auch sie den Hessentag uneingeschränkt genießen können.

Die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie hat einen Videoblog eingerichtet, auf dem die Ergebnisse präsentiert werden. Die zentrale Frage lautet, ist der Hessentag für alle Besucher im gleichen Maße zugänglich? Dabei geht es um Erreichbarkeit der Stände und Veranstaltungen für Rollstuhlfahrer und Gebehinderte, um die Ausstattung mit barrierefreien Toiletten, aber auch um die Verständlichkeit der Hinweistafeln und Beschilderung für Menschen, die nicht so gut oder gar nicht lesen können.

Wie läuft der Test ab? Männer und Frauen mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen werden auf ihren Besuchen des Hessentags mit der Videokamera begleitet. Sie schildern ganz persönlich und subjektiv, was sie erleben. So wundert sich der Elektrorollifahrer Tobias Koch, dass die wenigen rollstuhlgerechten WC so schlecht ausgeschildert sind und er nicht einmal das Personal bei den Toiletten fragen kann, da diese, so seine Erfahrung, nicht Deutsch sprechen. Er gibt dem Hessentag die Note befriedigend.

Horst Enzmann stellt fest, dass sogar die vergleichsweise niedrigen Eintrittspreise der Musikveranstaltungen auf dem Hessentag sein Budget sprengen. Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung werden wegen ihrer Beeinträchtigung mit staatlichen Mitteln unterstützt, die ihre Grundsicherung gewährleistet, aber die frei verfügbaren Mittel etwa für Freizeit sehr stark einschränken.

Die Beiträge werden auf der Website der NRD unter der Adresse www.nrd.de/hessentag kontinuierlich veröffentlicht. In dieser Woche werden noch weitere Tests folgen.

Die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) ist ein großer Träger der Behinderten-, Jugend- und Altenhilfe mit aktuell 2.300 Mitarbeitenden an 50 Standorten in Südhessen und Rheinhessen. Die Angebote umfassen stationäres und betreutes Wohnen, Ambulante Unterstützung für Familien und Einzelpersonen, Integrationshilfen in Kindergärten und Schulen, Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM), Tages(förder)stätten und Integrationsbetrieben, schulische und berufliche Bildung in einer eigenen Förderschule und den Werkstätten sowie vielfältige Beratung.

Foto: Kameramann Hans-Jürgen Schmitz begleitet Tobias Koch und Frank Golnik mit der Kamera auf dem Hessentag in Rüsselsheim

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