Ausgezeichnet: NRD-Wohnprojekt in Reinheim-Ueberau erhält Innovationspreis

25.07.2018

Ausgezeichnet: NRD-Wohnprojekt in Reinheim-Ueberau erhält Innovationspreis

Als die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) 2015 den Spatenstich zum Umbau der alten Hofreite in Reinheim-Ueberau feierte, hatte sich wohl keiner so richtig ausmalen können, wie es dort heute, drei Jahre später, aussehen wird. Inzwischen ist ein ausgezeichnetes Wohnprojekt für 16 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf entstanden.

Die NRD hatte die alte Hofreite an der Hauptstraße damals erworben und gezielt für die Nutzung dieses speziellen Personenkreises umgebaut und saniert. Ausgezeichnet trifft dabei buchstäblich zu, denn die NRD erhielt dafür den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Preis der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft (DHG) für 2017. Regelmäßig verleiht diese bundesweit den Preis für innovative Projekte und neue Wege in der Behindertenhilfe.

Preisverleihung in der Hofreite
Die offizielle Preisverleihung fand am gestrigen Dienstagmittag mit zahlreichen Gästen und bei bestem Wetter in der Ueberauer Hofreite statt. In ihrer Begrüßungsrede blickte NRD-Vorständin Brigitte Walz-Kelbel noch einmal ein paar Jahre zurück. „Als wir 2005 damit begonnen haben, unsere großen Wohnstätten zu schließen und mit der Einrichtung kleinerer, regionaler Wohnangebote zu planen, waren viele erst mal skeptisch. Sie fragten sich, ob es dann auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf bei der NRD noch eine passende Wohnmöglichkeit gibt. Die ‚Intensivgruppe‘ hier in Reinheim-Ueberau zeigt, es gibt sie“, so Walz-Kelbel.

Bis zum Umzug im August 2016 hatten die Menschen, die jetzt hier wohnen, ihr Zuhause noch auf dem Kerngelände der NRD – in Anstaltsverhältnissen, mit großem Wohnflur, Gemeinschaftsbad und ohne jegliche Intimsphäre. Jetzt leben sie in einem Doppelhaus in unterschiedlich großen Wohnungen. Hof und Garten stehen ihnen als geschützte Außenbereiche zur Verfügung und unter der Woche besuchen sie die Werkstatt oder eine Tagesstätte der NRD in Mühltal. „Das Tolle ist, dass wir sehen, dass sich die Gedanken und die Arbeit, die in die Konzeption geflossen sind, sichtlich gelohnt haben“, so die Leiterin des Wohnverbundes Sabine Seibel. „Wenn ich daran denke, wie sich viele der BewohnerInnen in der neuen Umgebung entwickelt haben, bekomme ich auch heute immer noch eine Gänsehaut.“  

Beispiel bester Praxis
Bei diesem positiven Resümee war schnell klar, dass das Projekt preisverdächtig ist und der damalige Regionalleiter Dirk Tritzschak initiierte die Bewerbung bei der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft. Ein gutes Jahr nach Abgabe der Bewerbungsunterlagen nahm Sabine Seibel gestern sichtlich stolz die Urkunde auch im Namen ihrer KollegInnen entgegen. Dabei bedankte sie sich vor allem bei den Nachbarn, die von Anfang an offen waren aber auch bei den politischen Vertretern der Stadt, bei Bürgermeister Karl Hartmann sowie bei allen, die für das Projekt gespendet haben. Auch Bürgermeister Hartmann reihte sich in die positiven Worte ein und betonte „wir stehen voll hinter dem Wohnprojekt, wir leben das, was in unserem städtischen Logo steht: Reinheim-Ueberau ist für all unsere Bewohnerinnen und Bewohner „lebendig, offen, lebenswert“.

Foto v.l.n.r.: Wohnverbundsleiterin Sabine Seibel, NRD-Vorständin Brigitte Walz-Kelbel, Christian Bradl (DHG)

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