„Drei Höfe und ein Haus“ - Richtfest auf dem Mainzer Münchfeld

16.02.2018

„Drei Höfe und ein Haus“ - Richtfest auf dem Mainzer Münchfeld

Mainz. Der Rohbau im Münchfeld steht. Die Evangelische Emmausgemeinde und die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) feiern das Richtfest ihres inklusiven Projektes „Drei Höfe und ein Haus“. Es besteht aus einer Kindertagesstätte für die Emmausgemeinde und Apartments für Menschen mit Behinderung aus der Wohnstätte der NRD, die bereits nebenan angesiedelt ist und hier eine zeitgemäße Erweiterung findet.

„Ich will sofort dorthin ziehen – jetzt schon träume ich jede Nacht davon, endlich eine eigene Küche und ein eigenes Badezimmer zu haben!“ Das sagt Raluca Raduta, die Vorsitzende des Bewohnerbeirates der NRD-Einrichtung. Denn das Bestandsgebäude ist sichtbar in die Jahre gekommen. Es gibt zum Teil noch Doppelzimmer, die nicht die Privatsphäre ermöglichen, auf die ein erwachsener Mensch Anspruch hat. Der Neubau wird Entlastung schaffen, nach Fertigstellung will die NRD den Altbau komplett erneuern.

Die NRD wird ebenfalls ihr Regionalbüro in dem neuen Projekt unterbringen, denn der Träger aus dem südhessischen Mühltal wird seine Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung in Rheinhessen in den nächsten Jahren deutlich ausbauen.

Die Emmausgemeinde ist mit einer neuen Kindertagesstätte – die auch Kinder mit Beeinträchtigungen aufnehmen wird - und einem Versammlungsbereich beteiligt. Es sind zwei Kita-Gruppen mit je 22 Plätzen und eine Krippengruppe mit 10 Plätzen in Vorbereitung.

Nach dem Entwurf der Bischofsheimer Architekten Heidacker entsteht ein dreiflügeliger Bau mit separaten geschützten Außenanlagen, in dem die unterschiedlichen Nutzergruppen optisch und akustisch voneinander getrennt leben, lernen und spielen, arbeiten und tagen können.

„Nachdem wir erst im letzten Juni den Spatenstich gefeiert haben, freuen wir uns, dass die erste Bauetappe bereits ohne Komplikationen geschafft und der Neubau nun auch für Alle sichtbar ist. Auch die Fenster sind bereits eingebaut“, erklärt Klaus Armbrust, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Evangelischen Emmauskirchengemeinde. Damit haben wir wieder einen Meilenstein in diesem für unsere Kirchengemeinde wichtigen Projekt erreicht. Gemäß dem permanent aktualisierten Umsetzungszeitplan sind wir guten Mutes, dass die Inbetriebnahme wie vorgesehen Ende des Sommers tatsächlich erfolgen kann. Die Emmausgemeinde ist sehr dankbar, solch ein tolles Projekt zusammen mit der NRD verwirklichen zu können.“

Die Kita will ihren Betrieb nach den Sommerferien aufnehmen, der Einzug der Menschen aus der NRD-Wohnstätte wird etwas später folgen.

Segensspruch der Handwerker
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