Neue Wohnverhältnisse für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

27.08.2018

Neue Wohnverhältnisse für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Menschen mit intensivem Unterstützungsbedarf brauchen passende Wohnangebote. Die NRD stellt sie bereit.

Gut einen Monat vor dem Einzug begrüßte NRD-Vorstand Christian Fuhrmann rund 60 Gäste zum Nachmittag der offenen Tür im Neubau für Menschen mit intensivem Unterstützungsbedarf an der Nieder-Beerbacher Straße 35 in Nieder-Ramstadt.

Neben Eltern und gesetzlichen Betreuern der künftigen Bewohner*innen, vielen Mitarbeitenden der NRD,  Handwerkern und Architekten  waren auch Vertreter des Landeswohlfahrtsverbandes sowie der Mühltaler Bürgermeister Willi Muth, Volkmar Pupp vom Gemeindevorstand und der SPD-Landtagskandidat Bijan Kaffenberger erschienen, um das neue Wohnprojekt kennenzulernen, das im Rahmen der Regionalisierung von NRD-Angeboten umgesetzt wurde, nicht fern vom Zentralgelände, oberhalb des NRD-Landwirtschaftsbetriebes „Sonnenhof“.

Dirk Tritzschak, seit kurzem für die Strategie- und Angebotsentwicklung zuständig, bekannte, dass dieses Wohnprojekt ihm besonders am Herzen liege. „Hier wird die letzte Wohngruppe einziehen, die heute noch im Haus Bodelschwingh wohnt“, sagte der ehemalige Hausleiter des Bodelschwingh-Hauses, in dem einst über 200 Männer untergebracht waren. Als Tritzschak 1997 in die NRD kam, entstand die erste „Intensivgruppe“ für Menschen mit schwierigem Verhalten und besonderem Unterstützungsbedarf. Als 2005 die Regionalisierung aller NRD-Angebote beschlossen wurde, war klar: Auch für die Intensivgruppen müssen passende Angebote außerhalb der Großeinrichtung entwickelt werden, sie sollen nicht – wie es bei etlichen anderen Trägern der Fall war und ist -  in den alten Strukturen festsitzen.

Mit der Hofreite in Reinheim-Ueberau wurde 2016 das erste, speziell für Intensiv-Klienten entwickelte, Wohnprojekt der NRD eröffnet. Die Erfahrungen dort lassen die berechtigte Hoffnung zu, dass mit dem Umzug auch für die Gruppe in der Nieder-Beerbacher Straße 35 mehr Lebensqualität möglich wird. Statt auf einem großen Flur werden die Menschen in vier Wohnungen leben und in Zukunft aufsuchend betreut werden. „Dadurch können wir auf die Bedürfnisse der einzelnen besser eingehen“, erklärt Teamleiterin Martina Wendel interessierten Gästen.

Der Standort oberhalb des „Sonnenhofs“ bot sich als neues Zuhause für die Gruppe ideal an, denn die Bewohner*innen sind gern in der Natur, haben einen großen Bewegungsdrang, ziehen sich aber auch gerne zurück und möchten Ruhe haben.  All dies ist in dem flachen, rechteckigen Block mit großem Garten direkt am Wald gegeben.

Hinter dem Neubau befindet sich das Haus Nieder-Beerbacher Straße 47, in dem zwölf Menschen mit schwierigem Sozialverhalten leben. Sie und die Mitarbeitenden freuen sich  darauf, bald neue Nachbarn zu haben: Man kann die Freizeit gemeinsam gestalten und die Teams können sich im Bedarfsfall gegenseitig unterstützen. Auch die Nachtwache wird für die Menschen in beiden Häusern zuständig sein.

Wohnverbundsleiter Andreas Münch bedankte sich bei allen Kolleg*innen, die an der Planung der Wohnungen und dem Betreuungskonzept mitgewirkt haben. Die Aufteilung der Gruppe in vier verschieden große Wohnungen werde der Reizüberflutung und Überforderung entgegenwirken, die in einer größeren Gruppe oft entstehe. So werde für alle ein ruhigeres und entspannteres Wohnen möglich. Außerdem könne man in den kleineren Wohneinheiten die Menschen besser in alltägliche Aktivitäten wie Kochen und Aufräumen einbeziehen und Ruhe und Entspannung und wo möglich die Selbstständigkeit individuell fördern.

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen folgten viele Gäste der Einladung, die neuen Wohnungen zu besichtigen und mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

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