10 Jahre Betreutes Wohnen im Kreis Groß-Gerau - NRD feierte Jubiläum

10.09.2019

10 Jahre Betreutes Wohnen im Kreis Groß-Gerau - NRD feierte Jubiläum

Am vergangenen Freitag, 6. September, feierte ein Angbeot der NRD im Kreis Groß-Gerau ein großes Jubiläum. Das Betreute Wohnen unterstützt seit nunmehr zehn Jahren Menschen mit Beeinträchtigung, die in einer Wohnung oder Wohngemeinschaft leben und in ihrem Alltag Hilfe benötigen.

„Unterstützung auf Augenhöhe“ – diese Worte sprangen den Gästen am vergangenen Freitag, 6. September, direkt ins Auge. Beim Jubiläumsfest des Betreuten Wohnens der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) standen sie auf einer der großen Tafeln, die mit Zeitungsartikeln, Fotos und kleinen Texten bestückt waren und einen Einblick in die vergangenen zehn Jahre dieses Angebotes der NRD gaben. Von Beginn an war „Unterstützung auf Augenhöhe“ einer der Leitgedanken der Mitarbeiter*innen. Mit viel Empathie unterstützen sie seither Menschen mit Beeinträchtigung, die in der eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft leben und Hilfe im Alltag brauchen. Egal ob es dabei  beispielsweise um den Umgang mit Geld, das Kochen, Putzen oder Einkaufen geht.

Angefangen mit einem Klient 
Während zunächst eine Person das Betreute Wohnen in Anspruch genommen hatte, werden heute 16 Klient*innen von fünf Mitarbeitenden im Kreis Groß-Gerau betreut. Ein schöner Anlass für Teamleiter Johannes Korb, für die Eröffnung des Jubiläumsfests ein paar Zahlen zu recherchieren. Eines der Ergebnisse: „Wenn man alle Fahrten zu den Klient*innen zusammenrechnet, sind die Mitarbeitenden fünfmal um die Erde gefahren, haben 115 Dienstpläne geschrieben, 21.100 Seiten gedruckt und 110 Stammtischtreffen veranstaltet.“ Weil auch die Freizeitgestaltung Teil des Betreuten Wohnens ist, wurden im Lauf der Jahre außerdem zahlreiche Grillabende, Fahrten in Freizeitparks, zum Bowling oder zu Fußballspielen veranstaltet und ein Kneipen- und Diskoexpress, Konzertbesuche und gemeinsame Urlaube organisiert.

Bunte Mischung an Gästen
Während Mitarbeitende und Klient*innen in Erinnerungen schwelgten, ergriff Kathrin Benz das Wort. Sie leitet den Wohnverbund Groß-Gerau, dem das Betreute Wohnen organisatorisch zugeordnet ist und bedankte sich bei Johannes Korb und seinem Team für die engagierte Arbeit und das tolle Fest. „Man merkt deutlich, wie viel Herzblut in die Vorbereitung  geflossen ist.“ Allein die eigens dafür recherchierte und zusammengestellte Bilderausstellung in Form einer riesigen „10“ machte dies deutlich. „Rund 40 Arbeitsstunden sind dabei im Vorfeld aufgewendet worden –  aber es war die Mühe wert“, sagt Martina Schmidt und strahlt dabei. Auch Tanja Schöpplein ließ den Blick zufrieden über das Geschehen schweifen. Sie freute sich vor allem über die bunte Mischung an Gästen, die zum Fest gekommen war und es sich bei Gegrilltem, Kaffee und Kuchen gutgehen ließ. „Eine, über deren Besuch ich mich ganz besonders freue, ist Frau Jäger“, sagt Tanja Schöpplein. Sie unterstütz die 49-jährige Rollstuhlfahrerin, die mit ihrem Mann zusammenwohnt, schon seit einiger Zeit und weiß: „Dass Heidi Jäger heute hier ist, ist nicht selbstverständlich. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat sie fast ein Jahr lang ihre Wohnung nicht verlassen.“ Ein Beispiel das zeigt: Bei dieser Arbeit ist viel Einfühlungsvermögen und Empathie gefragt.
Die Klient*innen können sich auf die Mitarbeitenden verlassen und mit ihnen schwierige aber auch schöne Momente teilen. Heinz Steinmetz, der während des Festes kleine Gläschen mit selbstgekochter Marmelade verschenkte, beschreibt: „Wir hören ganz oft zusammen meine alten Schallplatten. ‚Pack die Badehose ein‘, das höre ich immer so gerne.“ Ein weiteres Highlight ist für viele die Therapiebegleithündin „Stella“, die schon so manches Eis gebrochen hat und bei allen gut ankommt.

Neue Konzepte
Je länger man den Gesprächen lauschte, desto deutlicher wurde, wie umfassend das Angebot des Betreuten Wohnens der NRD ist. Auch bei der Suche nach einer passenden Wohnung unterstützen die Mitarbeitenden. „Das ist natürlich keine einfache Sache“, sagt Kathrin Benz. „Es herrscht ohnehin in vielen Regionen Wohnungsmangel. Wenn diese auch noch barrierearm und bezahlbar sein soll, wird es noch schwieriger.“
Mit diesem Thema befasst sich auch Familie Eberlei. Die Eltern nutzten beim Jubiläumsfest die Gelegenheit, Gespräche fortzusetzen, in denen es um die Planung einer passenden Wohnform für ihren Sohn Daniel  geht. Sie können sich ein ähnliches Konzept vorstellen, wie es die NRD vor kurzem gemeinsam mit einer Familie in Nauheim umgesetzt hat. Unter dem Konzept „Betreutes Wohnen plus“ hatten die Eltern hier ihr Wohnhaus für ihre beeinträchtige Tochter und vier weitere Mitbewohner*innen zur Verfügung gestellt.
„Wir sind schon vor einiger Zeit auf die NRD aufmerksam geworden und haben schon die Kurzzeitpflege für unseren Sohn in Anspruch genommen. Dabei waren wir sehr begeistert von den Mitarbeitern, sodass wir gerne weiter mit der NRD planen möchten“, so die Eltern.

Foto: Das Fest besucht hat auch Familie Eberlei, die sich hier im Gespräch mit Kathrin Benz über die Möglichkeiten des sogenannten "Betreuten Wohnens plus" ausgetauscht hat.

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