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5. Mai 2021: Alles inklusiv – nur gemeinsam geht es

05.05.2021

5. Mai 2021: Alles inklusiv – nur gemeinsam geht es

„Deine Stimme für Inklusion“ – unter dieses Motto stellt die Aktion Mensch den Protesttag am 5. Mai, an dem sich deutschlandweit Aktivist*innen für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einsetzen. Öffentliche Versammlungen, wie sie am 5. Mai seit Jahrzehnten stattfinden, sind in Pandemiezeiten nicht möglich. Deshalb haben viele Organisationen zu Online-Aktivitäten eingeladen. Andrea Söller, die in der Kunstwerkstatt der NRD-Mühltal-Werkstätten tätig und Vorsitzende des Werkstattrates ist, beteiligt sich als Künstlerin am diesjährigen Protesttag. Sie ist Mitglied im Sozialverbandes VdK Deutschland e.V., dem größten deutschen Sozialverband, und reichte dort ein Bild ein, das zusammen mit vielen anderen Motiven zu einem großen Mosaik zusammengestellt und am 5. Mai veröffentlicht wird.

„Alles inklusiv“ heißt das Bild von Andrea Söller. Was ist zu sehen? Die Künstlerin überlässt es gern den Betrachtenden, das selbst zu deuten. Gemeinsam sind wir stark – das könnte eine passende Übersetzung sein, die auch dem Motto der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie entspricht: Inklusion geht nur gemeinsam.

Wie steht es mit diesem Motto in Corona-Zeiten? Wirft die Pandemie das gesellschaftliche Ziel Inklusion zurück? „Ich konnte im Lockdown zu Hause arbeiten“, sagt Andrea Söller. „Das war mir sehr recht, denn mit Straßenbahn und Bus von meiner Wohnung in die Mühltal-Werkstatt zu fahren – davor hatte ich echt Angst. Große Probleme bereitet mir die Maskenpflicht, seitdem ich wieder regelmäßig in die Kunstwerkstatt fahre. Im Öffentlichen Nahverkehr muss man die FFP2-Maske tragen, wenn die Inzidenz über 100 liegt. Das hat die Regierung beschlossen, ohne darüber nachzudenken, was diejenigen tun sollen, die die Maske nicht vertragen. Als Tetraspastikerin gehöre ich zu diesen Menschen. Ich bekomme zu wenig Luft unter der dicken Maske, mir wird nach wenigen Minuten schwindelig und habe große Sorge, dass mein Körper zu wenig Sauerstoff bekommt. Bis jetzt ist es mir leider nicht gelungen, eine ärztliche Bescheinigung zu erhalten, die mich von der FFP 2-Maske befreit. Ich versuche es weiter und trage solange nur die leichtere medizinische Maske. Wenn ich deswegen zu einem Bußgeld verurteilt werde, muss ich halt Widerspruch einlegen. Ich kann mich wehren. Viele andere Menschen mit einer Beeinträchtigung können das nicht oder sie trauen sich nicht. Wer setzt sich für ihr Anliegen ein?“

Andrea Söller in der Kunstwerkstatt der NRD Mühltal. Ihr neustes Kunstwerk „Lebensbaum“ ist gerade fertig geworden. Sie wird es auf der inklusiven Kunstausstellung behindArt im Juli 2021 in Darmstadt präsentieren.

Andrea Söller in der Kunstwerkstatt der NRD Mühltal. Ihr neustes Kunstwerk „Lebensbaum“ ist gerade fertig geworden. Sie wird es auf der inklusiven Kunstausstellung behindArt im Juli 2021 in Darmstadt präsentieren.

Text und Fotos: Marlene Broeckers

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  • Inklusion...

    ...bedeutet für mich, dass man alle Menschen wieder mehr zusammenführt. Wenn alle aufmerksam und hilfsbereit miteinander umgehen, dann geht es allen auch seelisch besser. 

    Inklusion...
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