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Glücklich dank „ExtraZeit“

12.05.2024

Glücklich dank „ExtraZeit“

Noch bis November 2026 fördert „Aktion Mensch“ das NRD-Projekt „ExtraZeit – Du mit uns“. Dabei geht es um das Erkennen und Umsetzen von individuell abgestimmten Angeboten für Menschen mit Behinderung. Das Projekt findet immer größeren Anklang und macht glücklich, so auch Moritz.

Der 7. Februar 2024 war ein toller Tag für den 34-jährigen Moritz Mundschenk, an den er noch lange denken wird. An jenem Mittwochabend fand das Nachholspiel des FSV Mainz 05 gegen Union Berlin statt. Frank Mildenberger, pädagogische Fachkraft des Projekts „ExtraZeit – Du mit uns“, organisierte den Ausflug ins Stadion. Dass die Mainzer das Spiel nicht gewinnen konnten, war für Moritz Nebensache – er war einfach nur glücklich, die Stadion-Atmosphäre genießen zu können. Gerne würde er anderen davon erzählen – leider geht das seit seinem Kreislaufstillstand im November 2016 nicht mehr. 

Dabei hatte der lebensfrohe junge Mann so viele Pläne: Er, der gelernte Schreiner, wollte Möbelbauer werden, als sein Körper plötzlich nicht mehr funktionierte und er zusammenbrach. Lange musste er reanimiert werden – zu lange. Moritz trug irreparable Schäden davon. Seitdem kämpft sich Moritz jeden Tag aufs Neue zurück ins Leben. „Besonders an solchen Tagen wie dem 7. Februar kann Moritz sein Leben wieder genießen“, erzählt seine Mutter Christina Mundschenk, die ihn genauso unterstützt wie ein Pflegeteam und verschiedene Therapeuten. „Diese Fortschritte hatten seine Ärzte damals nicht für möglich gehalten“, erzählt seine Mutter. „Er versteht sehr viel, das erkennt man unter anderem an seinem pointierten Lachen, wenn er beispielsweise neue Comedy-Stücke hört.“

Eine große Hilfe ist Moritz die NRD und deren Projekt „ExtraZeit – Du mit uns“. Ein kleines Team der NRD aus Rheinland-Pfalz hat das Projekt „ExtraZeit – Du mit uns“ ins Leben gerufen, um Menschen mit Behinderung noch zielgerichteter und persönlicher unterstützen und begleiten zu können. Sich mal Zeit zu nehmen für ein Eis, ein Kino- oder ein Stadionbesuch, abseits der fest eingeplanten und abgerechneten Stunden, die Pfleger*innen für Klient*innen zur Verfügung stehen. „Durch die personell angespannte Situation in allen Bereichen können leider nicht immer die individuellen Ideen und Wünsche im Alltag umgesetzten werden. Denn Extrazeit bleibt da keine übrig“, erklärt Projektleiterin Annette Schultheiß.Das Ganze überzeugte „Aktion Mensch“, sodass die Finanzierung des Fünfjahresplans gesichert ist.

Das ist die Idee hinter dem Projekt „ExtraZeit – Du mit uns“

Bei dem Projekt geht es um personenzentrierte Leistungen, die es in dieser Form bislang noch nicht gab. „Es gibt aktuell zu viele Übergänge, an denen Leistungen innerhalb unseres Systems nicht greifen“, sagt Annette Schultheiß. „Das Angebot richtet sich sowohl an Klient*innen mit dauerhaftem Unterstützungsbedarf als auch an Menschen, die sich in einer Lebensphase des Übergangs befinden.“ Insbesondere in jenen Übergangsphasen ergeben sich Veränderungsbedarfe oft kurzfristig. „Hier besteht ein erhöhter Bedarf an Beratung und Unterstützung. Hier ist die erforderliche Beratung und Unterstützung oftmals ausgeblieben. Nun, mit dem Projekt ExtraZeit, besteht die Möglichkeit einer stärker personenzentrierten und individuellen Unterstützung, die über das übliche Angebot der Einrichtungen hinausgeht“, so die Projektleiterin.

An Menschen wie Moritz sieht man, wie wichtig bedarfsorientierte Unterstützung sein kann und wie sinnvoll das NRD-Projekt „ExtraZeit – Du mit uns“ ist. Ob sein großer Traum, irgendwann mal wieder mit seiner Familie kommunizieren zu können, wahr wird, bleibt abzuwarten. Aktuell wird Moritz durch „ExtraZeit“ auch dabei unterstützt, eine Augensteuerung mit einem speziellen Gerät zu erlernen.

ExtraZeit - Du mit uns, NRD, Teilhabe

Spendenaufruf für Moritz

Da die Krankenkasse die dafür nötige Software nicht finanzierte, hat Fachkraft Frank Mildenberger einen Spendenaufruf auf www.betterplace.me unter dem Motto „Moritz möchte euch was sagen“ eingerichtet.

Mittlerweile konnte von den dort eingegangenen Spenden zwar die Software für Moritz gezahlt werden. Allerdings warten viele weitere Therapien und Anschaffungen für Moritz auf Christine Mundschenk, die alleinerziehend ist und ihren Beruf 2019 aufgeben musste. Dinge, die keine Krankenkasse übernimmt. Wie beispielsweise ein behindertengerechtes Auto, das es der Mutter ungemein erleichtern würde, Moritz bei seiner Genesung zu unterstützen. „Von Herzendanke ich allen Spender*innen, denen, die bereits gespendet haben und denen, die es vielleicht noch tun werden!“, sagt Christine Mundschenk. 

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  • Inklusion...

    ... finde ich sehr gut. Wenn Kinder von Anfang an zusammen sind und nicht auseinandersortiert werden, gewöhnen sich alle aneinander und können lernen, sich gegenseitig zu helfen. 

    Inklusion...
    Horst Enzmann
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