13.11.2025
„Jetzt ist der richtige Moment, zu gehen“, sagt Roswitha Helmlinger, die die meisten einfach nur Rosi nennen, und lächelt dabei. Die 65-Jährige blickt auf insgesamt 48 Berufsjahre zurück, von denen sie den größten Teil – 38 Jahre – in der NRD tätig war.
Alles fing an, nachdem sie zunächst zehn Jahre als Krankenpflegerin in der Mainzer Uniklinik gearbeitet hatte. Dann bekam sie ihren ersten Sohn und sehnte sich nach zehnmonatiger Babypause zurück zur Arbeit. Schichtdienst kam unter den neuen Umständen für sie nicht mehr in Frage und so hielt sie die Augen nach etwas Neuem offen.
Im Nachrichtenblatt stieß die gebürtige Undenheimerin schließlich auf eine Anzeige der NRD und begann am Standort in
Jugenheim zunächst als Springerin und Wochenendhelferin zu arbeiten.
„Nach meinem ersten Tag wollte ich allerdings direkt wieder kündigen“, erinnert sie sich. Der Grund dafür: Die damals 27-Jährige hatte bis dato nur wenig Kontakt mit Menschen mit Behinderung und musste sich erst an das neue Arbeitsumfeld gewöhnen. „Irgendwas hat mich aber dazu bewegt, zu bleiben.“ Mittlerweile sei das Franz-Josef-Helferich-Haus, wie sie den Wohnverbund heute immer noch nennt, sogar so etwas wie ein zweites Zuhause.
Nach ihrer anfänglichen Springer-Tätigkeit wechselte sie nach einiger Zeit auf eine Wohngruppe, wurde kommissarische Stationsleitung und machte eine zweijährige Weiterbildung zur Team- und Wohnverbundsleiterin. „Organisieren und Strukturieren ist genau mein Ding, daher hat es mir auch besonders großen Spaß gemacht, die eine oder andere Wohngruppe aufzubauen“, blickt Helmlinger zurück. Zuletzt hatte sie nach einer einjährigen Auszeit von der Arbeit, aufgrund ihres erkrankten Ehemanns, die Seniorengruppe mit einer Kollegin aufgebaut und im Tandem die Leitung eines Teams übernommen.
Jetzt beginnt für Rosi Helmlinger ein neuer Lebensabschnitt. Mit einer Feier im Festsaal verabschiedete sie sich von Kolleg*innen und Bewohner*innen und der NRD. Was wird die 65-Jährige wohl am meisten vermissen? „Ich werde auf jeden Fall die Bewohner*innen vermissen, sie zu pflegen und für sie da zu sein. Ich habe so viele hier begleiten dürfen, sowohl beim Altwerden als auch beim Sterben. Das prägt“, so die angehende Rentnerin.
Doch sie freut sich auch auf das, was kommt. Leider ist ihr Mann verstorben, sodass sie den Ruhestand nicht gemeinsam mit ihm genießen kann, doch sie hat ein großes Netzwerk - bekommt regelmäßig Besuch von ihren Kindern und Enkelkindern und ist sportlich aktiv. Und getreu dem Motto „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“, blickt Rosi Helmlinger positiv in die Zukunft.
Die NRD dankt Rosi Helmlinger herzlich für ihren jahrzehntelangen Einsatz für die NRD und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.
Bild: Bewohner*innen und Kolleg*innen haben Rosi Helmlinger bei einer Feier im Wohnverbund Jugenheim in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
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