Generalprobe für die EMAS-Zertifizierung: NRD führt internes Audit durch

13.11.2025

Generalprobe für die EMAS-Zertifizierung: NRD führt internes Audit durch

Die Einführung von EMAS in der NRD geht in die nächste Phase. Neben einer fortlaufenden Datensammlung und -erfassung wurden weitere Weichenstellungen getroffen. So wurde eine Umweltleitlinie verabschiedet und eine Ziel- und Maßnahmenplanung erarbeitet. Diese wird in den kommenden Jahren das Kernstück der NRD-Umweltpolitik bilden.

Zur Vorbereitung auf die externe Prüfung und EMAS-Zertifizierung wurde nun an vier Standorten ein internes Audit durchgeführt. Ziel war es, die Einhaltung der EMAS-Standards zu überprüfen und mögliche Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren. Das Auditteam, bestehend aus dem Umweltbeauftragten der NRD, Matthias Weckbach und Gundula Marx, zuständig für Hygiene, Hauswirtschaft und Haustechnik, sowie dem externen Berater Benjamin Morgenstern, besichtigte die Mühltal-Werkstätten II, die Wichernschule, den Wohnverbund und die Rheinhessen-Werkstatt in Wörrstadt sowie die Großküche in Jugenheim. Dabei wurden exemplarische Arbeitsbereiche einschließlich der Büro- und Versorgungsräume sowie der technischen Betriebsräume begutachtet. In den Werkstätten galt die Aufmerksamkeit zudem den Produktionsanlagen.

Ergebnisse des internen Audits

Bei den Begehungen wurden kleinere Schwachstellen festgestellt. Optimierungsbedarf besteht bei der Zugänglichkeit und der verständlichen Kennzeichnung von Arbeitssicherheitsausstattungen, wie Feuerlöschern oder Erste-Hilfe-Kästen. Auch die Mülltrennung kann bislang noch nicht überall systematisch umgesetzt werden. Die Integration und Schulung der Klient*innen ist hierbei wichtig„ „Um zukünftig gezielt umweltwirksame Maßnahmen umsetzen zu können, ist es entscheidend, unsere Verbrauchsmengen genau zu erfassen“, erklärt Matthias Weckbach. „In der Abfallentsorgung machen die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Prozesse dieses Thema jedoch sehr komplex.“

Zu den Themen des Audits zählten unter anderem der Umgang mit Brand- und Gefahrstoffen, die Wartung von Produktionsgeräten und die Dokumentation von Prozessen in der Facility-Management-Software. Eine technische Herausforderung ist in einigen Bereichen die effiziente Nutzung von Wärmeenergie. Ein weiteres aktuelles Thema ist der Hitzeschutz für Klient*innen und Mitarbeitende in Klassenzimmern, Wohn- und Arbeitsbereichen. Neben den Herausforderungen konnten auch erfreuliche Erkenntnisse gewonnen werden: So versorgt beispielsweise der hauseigene Brunnen der Wichernschule in Mühltal große Teile des Geländes mit Wasser. In der Wichernschule wurde im Herbst zudem auf LED-Leuchten umgerüstet. Auch in den Werkstätten und der Großküche wird das Thema Nachhaltigkeit aktiv vorangetrieben. Die Klient*innen sind in viele umweltwirksame Tätigkeiten eingebunden und es werden zahlreiche regionale Produkte verwendet.

Besichtigung der Produktionsanlagen in den Werkstätten...
Besichtigung der Produktionsanlagen in den Werkstätten...
und der Klassenräume in der Wichernschule.
und der Klassenräume in der Wichernschule.
In Betreuungseinrichtungen werden Feuerlöscher mit Schutzfolie gesichert.
In Betreuungseinrichtungen werden Feuerlöscher mit Schutzfolie gesichert.
 

EMAS-Zertifizierung im ersten Quartal 2026

Als Nächstes sind die für die externe Prüfung relevanten Standorte auszuwählen. Mithilfe des Clustering-Verfahrens sollen vergleichbare Bereiche ermittelt werden, um die Anzahl der Standorte überschaubar zu halten. Auch die strukturellen Veränderungen, die durch den aktuellen Organisationsentwicklungsprozess in der NRD erfolgen, werden sich auf das zu etablierende Umweltmanagementsystem auswirken. In der NRD spielt dabei das digitale Dokumentenmanagementsystem „Consense“ eine zentrale Rolle. „Es ist wichtig, dass wir eine gute Kompatibilität zwischen den vorhandenen Softwaresystemen bewahren“, betont NRD-Vorstand Dr. Thorsten Hinz. „Dabei müssen wir klären, was dezentral an den Standorten läuft und was zentral gesteuert werden muss.” 

Das externe Audit ist für das erste Quartal 2026 geplant. Hinz zeigt sich optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass wir im EMAS-Prozess gut vorankommen und die NRD ihre nachhaltige Ausrichtung Schritt für Schritt weiter festigen wird.“  Im Rahmen der EMAS-Zertifizierung wird die NRD eine Umwelterklärung veröffentlichen. "Mit der Umwelterklärung dokumentieren wir unsere Umweltpolitik sowie relevante Umweltkennzahlen transparent nach außen. Dadurch machen wir unsere Ziele im Umweltschutz für alle nachvollziehbar", ergänzt NRD-Vorstand Christian Fuhrmann.

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