23.05.2025
Mut, Engagement und ein großes Invest in Inklusion stecken im „Gemeinschaftliche Wohnen“ in der Werrastraße. Nun ist das gemeinschaftliche Wohnprojekt der NRD in Gernsheim auf einem „sehr guten Weg“ – das bescheinigten ihm die Gäste, die zum Frühlingsfest am 20. Mai gekommen sind.
Neben allen NRD-Kolleg*innen, die dieses Leuchtturmprojekt mitverantworten, kamen unter anderem NRD-Vorstand Christian Fuhrmann, Gernsheims Bürgermeister Peter Burger, Christian Früchtenicht vom Generalunternehmer „F & R Projektbau“, die Architektin Jana Heidacker (Heidacker Architekten), Vertreter*innen des LWV – und vor allem: alle neun Klient*innen der Pulvermühle 25, die Anfang kommenden Jahres in die Werrastraße ziehen werden. Sie hob Christian Fuhrmann in seiner Begrüßungsrede hervor: „Schön, dass Sie aus der Pulvermühle heute da sind, denn Sie machen das Projekt zu etwas ganz Besonderem.“ Die Werrastraße mit ihrem inklusiven Gedanken sei der Gegenentwurf zu der momentanen Situation unserer Gesellschaft, die „leider an vielen Stellen auseinanderdriftet“.
Die Idee des Gemeinschaftlichen Wohnens: In die insgesamt 27 Wohnungen in drei Häusern ziehen Menschen mit und ohne Behinderung. Gemeinsam sollen sie ihren Alltag auf Augenhöhe meistern und sich gegenseitig unterstützen. Für das Projekt hat die NRD eigens eine neue Stelle geschaffen: Quartiersmanagerin Janet Drelichowski wird den Mieter*innen Ideen und Impulse an die Hand geben, um sie dabei zu unterstützen, miteinander und nicht nebeneinander zu leben. Aktion Mensch war von diesem Konzept derart überzeugt, dass diese Stelle für 39 Monate finanziert wird. Mit dem Wohnprojekt, deren Häuser künftig die Nummern 11, 13 und 15 tragen werden, ist die NRD einen großen Schritt gegangen.
Über zehn Millionen Euro werden unter dem Strich dafür investiert, zum Teil mitfinanziert vom LWV, der von diesem Projekt ebenfalls sehr überzeugt ist. Christian Früchtenicht, Geschäftsführer der F & R Projektbau GmbH, lobte die NRD für ihren Mut. „Wir haben damals den Zuschlag als großes Lob verstanden und sehen uns bestätigt, der NRD damals einen Fixpreis genannt zu haben, womit wir wiederum ebenfalls ins Risiko gegangen sind. Aber wir sehen heute: Es ist gut gelungen!“, sagte ein sichtlich zufriedener Früchtenicht.
Gernsheims Bürgermeister Peter Burger sprach von einem „konstruktiven, guten und vertrauensvollen Umgang“ mit der NRD seit den ersten Gesprächen im Jahr 2017. Gernsheim wolle und müsse inklusiver werden, da sei das Konzept des Gemeinschaftlichen Wohnens ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt, betonte er. „Im Moment sind die Häuser hier nur Hüllen. Aber man spürt, dass das es besonders wird, wenn sie mit Leben gefüllt werden“, so der Bürgermeister. Das wird Ende des Jahres sein – im Dezember, so der Plan, sollen hier die ersten Mieter*innen einziehen.
© Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie
Bodelschwinghweg 5 - 64367 Mühltal - Tel.: (06151) 149-0 - Fax: (06151) 144117 - E-Mail: info@nrd.de