Bürgermeister Christopher Seibel besucht Wohnverbund Groß-Bieberau

04.08.2026

Bürgermeister Christopher Seibel besucht Wohnverbund Groß-Bieberau

Der amtierende Bürgermeister der Stadt Groß-Bieberau, Christopher Seibel, folgte einer Einladung in den Wohnverbund Groß-Bieberau der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD). Da man sich bereits von zahlreichen Veranstaltungen im Ort kannte, entwickelten sich schnell angeregte Gespräche über gemeinsame Themen und zukünftige Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die gesellschaftliche Teilhabe aller Bürger*innen. Bürgermeister Seibel betonte, dass ihm die aktive Einbindung aller Menschen in das Gemeindeleben ein besonderes Anliegen sei. Er nehme deshalb möglichst an vielen Veranstaltungen im Ort teil, um Einrichtungen besser kennenzulernen und zugleich Hinweise auf bestehende Barrieren – sowohl im öffentlichen Raum als auch in bestehenden Strukturen oder den Köpfen der Menschen – aufzunehmen.

Die NRD ist inzwischen fest im Gemeindeleben von Groß-Bieberau verankert. Die Bewohner*innen des Wohnverbundes im Falltor beteiligen sich regelmäßig an Festen und Veranstaltungen im Ort. Gemeinsam mit der Albert-Einstein-Schule wurde bereits ein Kunstprojekt umgesetzt, außerdem übernahmen Bewohner*innen im Jahr 2025 die Rolle des Nikolaus. Darüber hinaus beteiligt sich der Wohnverbund jedes Jahr am „Offenen Adventskalender“ der Stadt. In diesem Rahmen wurden bereits Spenden für die Lebensmitteltheke gesammelt sowie eine Vernissage organisiert.

Ein besonderes Beispiel gelungener Inklusion ist die Kooperation mit dem Diakoniezentrum. Mit dem gemeinsam betriebenen Scheunencafé besteht ein inklusives Projekt, das allen Menschen im Ort barrierefrei offensteht und Begegnungen ermöglicht.

Neue Idee entstanden: Erster Termin einer kommunalen Inklusionskonferenz steht

Bürgermeister Seibel erklärte sich bereit, auch zukünftige Projekte und Vorhaben aktiv zu unterstützen und öffentlich zu begleiten. Im Gespräch entstand die Idee, eine kommunale Inklusionskonferenz ins Leben zu rufen. Diese soll Menschen mit Beeinträchtigung, Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik sowie Einrichtungen, Vereine und Gewerbetreibende zusammenbringen. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, Netzwerke zu schaffen, gemeinsame Ideen zu entwickeln und die gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig zu stärken.

Bereits am folgenden Tag erhielt dieses Vorhaben vonseiten der Gemeinde die Zustimmung. Die erste kommunale Inklusionskonferenz wird am 19. November 2026 stattfinden und stellt einen bedeutenden Meilenstein für die inklusive Entwicklung der Stadt dar. Die Gemeinde wird hierzu Vertreter*innen verschiedener Gremien einladen. Perspektivisch ist vorgesehen, regelmäßig auch Fachleute zu unterschiedlichen Themen einzubeziehen. In diesem Zusammenhang interessierte sich Bürgermeister Seibel beispielsweise dafür, ob die „Amtssprache“ der Gemeinde – die teilweise bereits in Leichter Sprache angeboten wird – für die Bewohner*innen ausreichend verständlich ist.

Bürgermeister will engen Kontakt halten

Ein weiterer gemeinsamer Termin für ein Treffen der Stadt Groß-Bieberau und dem dortigen NRD-Standort ist bereits für August geplant. Dann wird ein Vertreter des Amtes für Öffentliche Ordnung und Sicherheit beziehungsweise der Stadtpolizei an der IWO-Sitzung (IWO steht für die Interessenvertretung Wohnen) teilnehmen, um gemeinsam offene Fragen, unter anderem zur Parksituation auf dem Weg zur Tagesstätte, zu besprechen. Dieser Termin knüpft an einen ersten Austausch an, der von allen Beteiligten als sehr konstruktiv und anschaulich bewertet wurde.

Auch am 20-jährigen Jubiläum des Wohnverbundes Groß-Bieberau im August wird Bürgermeister Christopher Seibel teilnehmen.

Alle Beteiligten blicken der weiteren Zusammenarbeit mit großer Freude und Zuversicht entgegen und sehen in den gemeinsam angestoßenen Projekten einen wichtigen Beitrag zu einer inklusiven und lebendigen Stadtgesellschaft.


Bild oben, v.l.: Sandra Schweigert (Leitung Teilhabe Groß-Bieberau), Bürgermeister Christopher Seibel, Sybille Mierau-Brinson und Alexandra Schwarz (beide NRD)

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