01.07.2026
Teamarbeit ist in der modernen Arbeitswelt längst mehr als ein Schlagwort – sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Ob Start-up oder Großunternehmen: Wer erfolgreich sein will, braucht Teams, die vertrauensvoll zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen. Doch was macht gute Teamarbeit aus? Darüber sprechen die beiden Vorstände der NRD, Christian Fuhrmann und Dr. Thorsten Hinz.
Mit rund 2.800 Mitarbeitenden lebt die NRD Teamarbeit auf vielen Ebenen. An der Spitze bilden Christian Fuhrmann und Dr. Thorsten Hinz als Vorstand das erste Team. Unterstützt werden sie vom Vorstandsbeirat und dem Stiftungsrat – ein Team mit großer Verantwortung. Dabei sei es ein Irrglaube, dass der Vorstand jede Entscheidung bis ins Detail steuere, betont Christian Fuhrmann: „Wir schaffen die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Teamarbeit. So tragen wir zum Erfolg bei.“ Dazu gehört auch, Teams immer wieder an wirtschaftliche und organisatorische Veränderungen anzupassen. Für Dr. Hinz ist das eine „fortwährende dynamische Aufgabe“.
Was gute Teams ausmacht
Erfolgreiche Teams vereinen unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven. Gerade diese Vielfalt schafft Raum für kreative Lösungen, fördert Innovation und ermöglicht es, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.
Doch eine Gruppe von Mitarbeitenden wird nicht automatisch zu einem Team. Dafür braucht es klare Rollen, gegenseitiges Vertrauen und eine offene Kommunikation. „Ideen, Feedback und Bedenken müssen frei geteilt werden können – ohne Sorge, wie das beim Gegenüber ankommt“, sagt Dr. Hinz. Ebenso wichtig sei gegenseitige Wertschätzung: „Neben einer hohen Fachlichkeit ist die Wertschätzung dem anderen gegenüber essenziell.“ Christian Fuhrmann ergänzt: „Ein Team funktioniert immer dann gut, wenn man andere in ihrer Verantwortung stärkt. Dann kann eine unglaublich positive Kraft entstehen.“ Nur in einem vertrauensvollen Umfeld könnten Menschen ihr Potenzial entfalten. Ziel müsse es sein, so Hinz, „eine Atmosphäre entstehen zu lassen, in der man gerne arbeitet und nach erfolgreicher Arbeit denkt, dass sie alle gemeinsam vorangebracht hat.“
Ebenso wichtig ist ein gemeinsames Ziel. Unterschiedliche Kompetenzen und Blickwinkel sind ausdrücklich erwünscht – sie stärken Kreativität und Problemlösungsfähigkeit. Eigenverantwortung entsteht nach Ansicht von Fuhrmann dort, wo realistische Ziele gesetzt und Aufgaben entsprechend den Fähigkeiten verteilt werden. Gleichzeitig stehe der Vorstand jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.
Konflikte gehören dazu
Wo engagiert zusammengearbeitet wird, gibt es auch unterschiedliche Meinungen. Für Dr. Hinz ist das kein Nachteil: „Es ist gut, wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, das muss ein gutes Team aushalten.“ Entscheidend sei, Konflikte respektvoll zu lösen. Gelinge das nicht aus eigener Kraft, stünden Führungskräfte als Ansprechpersonen bereit. „Wichtig dabei ist immer die Wertschätzung.“ Auch der Erfolg von Teamarbeit lasse sich beobachten, sagt Fuhrmann: „Den Erfolg eines Teams messe ich daran, ob die gesteckten Ziele erreicht wurden. Und daran, wie viel Einsatz dafür notwendig war. War es eine harmonische Zusammenarbeit? Mussten viele Konflikte bewältigt werden? Und wie viel haben wir dabei gelernt?“
Teamarbeit als Haltung
Unternehmen, die Teamarbeit fördern, schaffen nicht nur produktive Arbeitsplätze, sondern auch eine starke Unternehmenskultur. Innovation, Motivation und langfristiger Erfolg entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Für Christian Fuhrmann ist die NRD mit ihren knapp 2.700 Mitarbeitenden selbst das größte Team. Gemeinsam gelte es, die Werte der Stiftung zu vertreten und gesellschaftliche Herausforderungen anzunehmen: „Wenn es uns gelingt, populistischen Äußerungen entgegenzutreten, die unseren Werten widersprechen, und stattdessen positive Impulse in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen, dann sind wir als Team erfolgreich.“
Teamarbeit ist keine Floskel, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. Sie verbindet Menschen, stärkt Innovation und macht Organisationen widerstandsfähig. Wer das Teamprinzip lebt, schafft nicht nur bessere Ergebnisse, sondern auch eine Arbeitsumgebung, in der Menschen gerne ihr Bestes geben.
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