29.01.2026
Das Jahr 2026 hat gerade erst begonnen und bringt bereits bedeutende Veränderungen mit sich: Am 27. und 28. Januar sind die ersten Klient*innen der NRD in die Werrastraße nach Gernsheim gezogen. Mit diesem Schritt hat das inklusive Wohnprojekt einen wichtigen Meilenstein erreicht.
„Das Leuchtturmprojekt Werrastraße“, wie NRD-Vorstand Christian Fuhrmann es beim symbolischen Spatenstich im November 2023 nannte, nimmt nun endgültig Form an. In der Werrastraße stehen drei barrierearme Häuser, in denen rund 65 Menschen in 27 Wohnungen leben werden – darunter 16 Menschen mit Beeinträchtigung. Für die NRD ist dies der erste Schritt in Richtung inklusives Wohnen: „Das Ziel ist ein Leben auf Gegenseitigkeit“, erklärt Kathrin Benz, Leitung Teilhabe Kreis Groß-Gerau. „Viele positive Entwicklungen werden durch Begegnungen und das tägliche Miteinander entstehen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob jemand Unterstützungsbedarf hat oder nicht.“ Um diesen Prozess zu unterstützen, wurde für 39 Monate die Stelle eines Quartiersmanagers finanziert, die seit Januar 2025 von Janet Drelichowski übernommen wird.
Die Häuser mit den Nummern 11, 13 und 15 wurden im Dezember 2025 fertiggestellt. Seitdem sind bereits viele Mieter*innen ohne Unterstützungsbedarf eingezogen. „Es freut mich sehr, dass nun auch die Klient*innen aus der Pulvermühle 25 zu uns kommen“, sagt Quartiersmanagerin Janet Drelichowski. Am 27. Januar zogen vier Menschen ein, am nächsten Tag kamen sieben weitere dazu. Dieser Übergang war gut vorbereitet: Die künftigen Bewohner*innen besuchten ihr neues Zuhause im Vorfeld, wählten ihre Wohnungen aus und gewöhnten sich an die Umgebung. Seit Wochen fahren die Umzugslaster zwischen Nieder-Ramstadt und Gernsheim hin und her. „Die Klient*innen sind natürlich aufgeregt – wer wäre das nicht bei einer solch großen Veränderung?“, berichtet Drelichowski.
Am 6. Dezember 2025 fand ein erster Umtrunk mit allen Mieter*innen der Werrastraße statt, um sich gegenseitig kennenzulernen (oder wiederzutreffen, da einige sich bereits beim Frühlingsfest an gleicher Stelle im vergangenen Jahr begegnet sind). „Es war ein sehr schöner Abend. Ich habe gespürt, dass die Chemie stimmt“, erzählt Drelichowski. Während des Treffens wurde auch besprochen, künftig gemeinsame Spieleabende zu organisieren, um das nachbarschaftliche Miteinander weiter zu stärken.
12. Februar: Willkommensfeier für die neuen Mieter*innen
Ein weiterer Höhepunkt steht am 12. Februar an: An diesem Tag sind Nachbarn, gesetzliche Betreuerinnen, Eltern und alle interessierten NRD-Kolleg*innen zu einer Einweihungsfeier im neuen Gemeinschaftsraum des Hauses 11 eingeladen. „Wir möchten mit dieser kleinen Feier die Klient*innen herzlich willkommen heißen“, sagt die Quartiersmanagerin. Im April werden dann weitere Menschen mit Unterstützungsbedarf einziehen, sodass dann alle Zimmer belegt sind.
WIR SUCHEN NOCH!
Das inklusive Wohnprojekt basiert auf gegenseitiger Unterstützung im Alltag, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Dafür braucht das Team um Kathrin Benz noch Profis, die diesen Weg in den drei neuen und hellen Häusern begleiten.
Gesucht werden:
Wer Interesse hat, wendet sich bitte für erste Informationen oder bei detaillierten Fragen an: bewerbung@nrd.de oder an kathrin.benz@nrd.de, Tel.: +49 170 5696072
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