NRD-Blog

Themen aus der Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe

Beiträge gefiltert nach Schlagwort: Aussortiert

 
  • 26.07.2016  |  Lars Edelbruck Gerhard Engerts großer Tag

    Gerhard Engerts großer Tag

    Gerhard Engert, 64, lebt seit über 50 Jahren in der NRD. Im November 2015 ist er in den Odenwald umgezogen. In Michelstadt hatte er Mitte Mai einen aufregenden Auftritt bei einer öffentlichen Lesung aus dem Buch „Aussortiert“.

  • 29.09.2015  |  Marlene Broeckers Nur Hadamar blieb ihm erspart …

    Nur Hadamar blieb ihm erspart …

    „Jetzt weiß ich alles. Aber es gibt fast niemanden mehr, der sich dafür interessiert.“ Fast zwei Stunden lang hat Peter Germann, 80, berichtet, was er über das Schicksal seines Onkels Ludwig Germann herausgefunden hat, der im Mai 1941 in der Landesheil- und Pflegeanstalt Weilmünster im damaligen Ober-Lahn-Kreis starb. 13 Jahre hatte der Nieder-Beerbacher, der an Epilepsie litt, zuvor in der „Anstalt für Epileptische in Hessen“ gelebt, also in der späteren Nieder-Ramstädter Diakonie. Das Schicksal von Ludwig Germann interessiert, denn es steht stellvertretend für viele kranke und behinderte Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus als „unwertes Leben“ ermordet wurden.

  • 11.09.2015  |   Gastautor Ich wollte einfach raus

    Ich wollte einfach raus

    Es brauchte nur einen Stock, ein Taschentuch, Hausschuhe und ein paar andere Kleinigkeiten, damit der zwölfjährige Ottmar Jäger seinen Kameraden ein fantasievolles Kasperle-Theater vorspielen konnte. Er lebte auf der Schulbubenstation des Männerhauses. Dort spielte er alltägliche Erlebnisse nach, wie den Kindergottesdienst, gemeinsames Spielen, Werken und Sport. Mit einer Decke, die er sich als Talar übergeworfen hatte, trug er auch biblische Geschichten vor. Das Gesangbuch in der Hand, übte Ottmar Jäger mit den anderen Buben Gemeindelieder ein. Seinen bis zu drei Stunden dauernden Vorführungen lauschten die Kinder gebannt. Für das Buch "Aussortiert" berichtete Ottmar Jäger aus seiner Kindheit und Jugend in der NRD.

  • 07.09.2015  |   Gastautor Man musste lernen, auf sich aufzupassen

    Man musste lernen, auf sich aufzupassen

    „1974 bin ich nach Magdala gezogen, und das war erst einmal ein großer Schritt für mich. In Eben-Ezer war es so, da wurde man behütet, es wurde geguckt und aufgepasst. In Magdala musste man lernen, auf sich selber aufzupassen. Dass man nicht in Streit gerät. Man musste lernen, sich zu wehren, wenn man geschlagen, getreten oder an den Haaren gezogen wurde. Da hat man auch geweint. Der andere wurde auch gestraft oder geschimpft von den Mitarbeitern. Aber später haben die Mitarbeiter nicht mehr geholfen." Für das Buch "Aussortiert" berichtete Horst Enzmann aus seiner Kindheit und Jugend in der NRD.

  • 05.08.2015  |   Gastautor Gut, dass alles vorbei ist

    Gut, dass alles vorbei ist

    Mit dem Buch „Aussortiert. Leben außerhalb der Gesellschaft“ legt die Stiftung Nieder Ramstädter Diakonie etwas Außergewöhnliches vor. Bewohnerinnen und Bewohner und auch frühere Mitarbeiter erzählen vom Leben in den Nieder Ramstädter Heimen nach 1945. Das ist viel mehr als sentimentale Erinnerung. Ein Beitrag des Offenbacher Journalisten Andreas Winkel.

  • 23.07.2015  |  Marlene Broeckers „Man war immer präsent – Tag und Nacht“

    „Man war immer präsent – Tag und Nacht“

    Ein Beitrag von Diakon Wulf-Dieter Gammert, veröffentlicht im Buch "Aussortiert - Leben außerhalb der Gesellschaft". - "Mit 20 entschloss ich mich, ein diakonisches Jahr in Bethel zu machen. Danach begann ich mit meiner fünfjährigen Ausbildung zum Diakon in der Bruderschaft Nazareth in Bethel. Sie umfasste theologische Fächer und das Erlernen der großen Krankenpflege. Nach dem Abschluss wurde ich nach Nieder-Ramstadt entsandt. Ich habe meine Sachen gepackt und bin hierhergekommen."

  • 20.07.2015  |  Werner Bloßfeld Die Revolution des Grießbrei-Kochens

    Die Revolution des Grießbrei-Kochens

    Ich kam 1973 als gelernter Bäcker in die Heime und wurde vom Direktor per Handschlag eingestellt. Angefangen habe ich als Helfer im Pflegedienst im Männerhaus. Während meiner Ausbildung zum Heilerziehungspflegehelfer 1974/75 lernte ich verschiedene Häuser und Gruppen kennen. Nach der Ausbildung musste ich erst einmal in den Sockel. Im Sockel des Männerhauses lebten Mitte der 70er-Jahre über 30 Personen. Bis zu acht Männer waren in einem Zimmer zusammen. Die Metallbetten hatten Plastikmatratzen, die immer schmutzig waren. Im Frühdienst arbeiteten wir wie am Fließband: Einer holte die Männer aus dem Bett, einer hat sie gewaschen, einer zog sie an, dann gab es Frühstück. Die schmutzigen Stoffwindeln mussten ausgewaschen werden. Wenn man das mit kaltem Wasser machte, dann stank es weniger.

  • 16.07.2015  |  Marlene Broeckers „Wir lieben uns seit 42 Jahren“

    „Wir lieben uns seit 42 Jahren“

    Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir schon Silberhochzeit feiern können. Wir sind seit 1971 ein Paar. Standesamtlich haben wir am 12. Juni 2008 geheiratet und in der Kirche wurden wir am 14. Juni 2008 getraut. Die ganze Lazarus-Kirche war voll, so viele waren dabei. Ich liebe die Elvira schon, seit ich zwölf war, damals war sie elf Jahre alt, und wir waren beide in der Wichernschule. Da bin ich schon hinter ihr hergelaufen, ich fand sie toll. Aber man durfte damals gar nicht zusammen sein, noch nicht mal Händchen halten. Und in der Kirche mussten die Buben auf der einen Seite sitzen, die Mädchen auf der anderen.

  • 08.06.2015  |  Andreas Nink Schön, dass sich jemand für meine Geschichte interessiert

    Schön, dass sich jemand für meine Geschichte interessiert

    Viele Menschen haben ihr ganzes Leben in den "Nieder-Ramstädter Heimen" verbracht. Es ist für sie nicht leicht, sich ihrer Lebenserinnerungen zu vergewissern. Kathrin Benz von der Stabsstelle Biographiearbeit der NRD erarbeitet mit derzeit 55 Bewohnern deren Lebensgeschichten. Dabei werden nicht nur Erinnerungen wach und für die betroffene Person in einem eigenen Buch festgehalten. Das Erinnern hilft auch, die eigenen Wünsche zu formulieren und das künftige Leben zu planen.

 
 

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