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Aufholen nach Corona

12.10.2022 | Katrin Baginski

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Katrin Baginski

Katrin Baginski arbeitet als Pressereferentin und Texterin für die NRD.

Aufholen nach Corona

Zwei Projekte bieten neuen Austausch und Kontakt: Die Frühförderstelle in Groß-Gerau installiert an zwei Standorten eine Eltern-Kind-Gruppe und die mobile Jugendberufshilfe berät junge Erwachsene vor Ort.

Nach langer Pause geht es wieder los: Ende April startete die Frühförder- und Beratungsstelle in Groß-Gerau mit einem neuen Gruppenangebot, um die durch die Pandemie verursachten Beratungs- und Kontaktlücken aufzufangen. Ziel der neuen Eltern-Kind-Gruppe ist es, Familien mit Kindern unter drei Jahren, die noch keine Betreuungseinrichtung besuchen, ein niedrigschwelliges Kontaktangebot vor Ort zu machen.

Angeleiteter, offener Rahmen

Der neue Eltern-Kind-Treff findet sowohl am Familienzentrum in Biebesheim als auch am Familienzentrum in Mörfelden-Walldorf statt. Die Beratungsstelle hat diese beiden Standorte bewusst gewählt, um gezielt Familien aus den Randbereichen ihres Einzugsgebiets zu erreichen. Einmal in der Woche sind Anne Hollenbach und ihre Kolleginnen für zwei Stunden vor Ort. Den dort zur Verfügung gestellten Raum gestalten sie mit verschiedenen Spiel- und Sinnesmaterialien, um Motorik und Entdeckerfreude der Kleinen zu fördern. Die Eltern nutzen währenddessen die Zeit zum Erfahrungsaustausch, für lockere Gespräche, Ratschläge und Fragen. „Viele Eltern sind dankbar, sich ohne große Erwartungen treffen zu können“, beschreibt Anne Hollenbach die Situation. „Wie viele andere hatten sie in den letzten zwei Jahren kaum Außenkontakte und waren mit ihrer Kindererziehung überwiegend allein.“ Bei den Treffen geht es um typische Anliegen der ersten Lebensjahre: Wann findet was statt? Wie gelingt der Übergang in die Krippe oder die Kita? Wie klappt der Kontakt mit den Geschwistern? Auch Sorgen und Ängste werden in der Gruppe besprochen. Bei Bedarf bieten Anne Hollenbach und ihre Kolleg*innen ein persönliches Gespräch an. Mit der angeleiteten aber offenen Gruppe wollen die Mitarbeiterinnen aus Groß-Gerau den Eltern wieder eine feste Anlaufstelle bieten, die ihnen gleichzeitig Freiraum für ihre individuellen Bedürfnisse lässt. „Wir spüren deutlich den großen Aufholbedarf der letzten Monate“, stellt Anne Hollenbach fest. „Die Eltern können ihre Erlebnisse und Gedanken miteinander teilen, aber auch neue Impulse mitnehmen. Und sie sind glücklich, dass ihre Kinder mit anderen Gleichaltrigen in Kontakt kommen.“ 

Das Angebot wird gut angenommen und wird im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ durch das Land Hessen für ein Jahr gefördert. Jeweils acht Eltern-Kind-Plätze stehen an den beiden Standorten zur Verfügung.

Auf dem Bild ist zu sehen, wie sich  Anne Hollenbach (rechts) und Maria Romano-Peters über den gelungenen Start des neuen Projekts freuen.

Jugendliche vor Ort erreichen

Fahrzeug der mobilen Jugendberufshilfe

Auch das Team der Jugendberufshilfe erhält eine Förderung aus Landesmitteln. Zielgruppe hier sind Schulabgänger und junge Erwachsene im Übergang zu Ausbildung und Arbeitsleben. Da die meisten beruflichen Orientierungsveranstaltungen in den letzten Monaten online stattgefunden haben, fehlt auch ihnen der persönliche Kontakt und Austausch. Das wollen Annalena Füßler und ihre Kolleg*innen der Jugendberufshilfe jetzt nachholen. Für ihr Projekt „Mobile Berufshilfe“ wurde ein VW-Bus umgebaut und mit Laptops, Drucker und Infomaterialien in eine Art „Pop-up-Büro“ umfunktioniert. Liegestühle und kühle Getränke ergänzen das mobile, schnell verfügbare Büro. „Wir beraten die Jugendlichen bei ihren Fragen zu Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten oder unterstützen sie bei einer Bewerbung“, erklärt Annalena Füßler. Der Bus ist an der Bergstraße und im vorderen Odenwald unterwegs und fährt Parks, Sportplätze oder andere öffentliche Plätze an, an denen sich die Jugendlichen treffen. Annalena Füßler und ihre Kolleg*innen hoffen jetzt, dass die Jugendlichen auf das lockere, unkomplizierte Beratungsangebot vor Ort neugierig werden und davon regen Gebrauch machen.

> Fahrplan der mobilen Jugendberufshilfe hier abrufen oder über den QR-Code am Bus.

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  • Inklusion...

    ... heißt für mich, dass alle teilhaben. Es muss nicht immer alles perfekt sein, damit behinderte Menschen teilhaben können. Statt einer Super-Rampe tut es auch ein Stück Sperrholz. Und wenn das auch fehlt, kann man mich auch gerne mal über die Schulter werfen und irgendwo hinein tragen.

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