Mein Praktikum auf dem Bauernhof

19.10.2016 | Angelina Vetter

Autor

Angelina Vetter

ist Redakteurin von Schau Dich Schlau, der internen Zeitung der Mühltal-Werkstätten

Mein Praktikum auf dem Bauernhof

Angelina Vetter arbeitet auf dem Sonnenhof in Mühltal. Der Sonnenhof ist der Landwirtschaftsbetrieb der NRD. Vor vier Jahren hatte Angelina Vetter ein Praktikum auf einem Bauernhof in der Region absolviert. Für die Zeitung "Schau Dich Schlau" hat sie jetzt einen Bericht über das Praktikum geschrieben.

Das Praktikum ging 4 Monate im Jahr 2012. Ich musste um 8:30 Uhr anfangen und um 16:00 Uhr war Feierabend. Meine Pausen waren von 12:00 bis 13:00 Uhr jeden Tag. Mein Praktikumsplatz war der Familienhof Demler, der Milchkühe, Schweine und Pferde hat. Morgens musste ich immer die 20 Pferdeboxen ausmisten und die Pferde auf die Koppel treiben. Dabei musste man die Pferde sortieren nach „mit Hufeisen“ und „ohne Hufeisen“. Danach musste ich aus Haferkörnern Schrot mahlen. Zum Glück hat Demler eine automatische Mühle.

Nach den Pferden musste ich mich um die Kälber im Kuhstall kümmern. Sie mussten getränkt und eingestreut werden. Anders als auf dem Sonnenhof bekommen die Kälber dort ein Pulver, das mit Milch gemischt wird. Danach musste ich die Mastrinder füttern. Die Schweine fütterte meist der Opa von der Familie. Einstreuen musste man diese nicht, da sie auf einem Spaltenboden leben.

Jetzt zu meinem besonderen Erlebnis auf dem Demler-Hof:

Ich machte wie jeden Morgen die Pferde. Als ich dann zu den Mastrindern gegangen bin, um das Futter zu mischen, sah ich, dass Herr Demler einen Treibwagen in den Hof gestellt hatte. Und es war ein fremder Mann auf dem Hof, den ich nicht kannte. Als ich ihn begrüßt habe, hat Herr Demler mir gesagt, dass heute eines der Mastrinder geschlachtet wird und ob ich helfen möchte. Ich hatte mit „ja“ geantwortet. Also gingen wir zwei rein, um das Rind zu holen und es in den Treibwagen zu treiben. Dort hatte ich das Rind mit dem Haferschrot gefüttert, so dass es stillgehalten hatte. Dann kam der Metzger mit dem Bolzenschussgerät, setzte es dem Rind am Kopf an und drückte ab. Ich hatte mich voll erschrocken, da es so laut geknallt hatte. Ein Bolzenschuss betäubt das Tier nur.

Jetzt mussten wir ein paar Minuten warten. In der Zeit half ich dem Metzger beim Auto ausladen, verschiedene Kisten und verschiedene Messer, die sehr scharf waren. In der Zeit fuhr Herr Demler den Treibwagen weg. Jetzt ging der Metzger zu dem Rind, um die Reflexe zu testen. Da keine mehr da waren, nahm er sein Messer und schnitt dem Rind in den Hals, um es ausbluten zu lassen. Jetzt war das Rind richtig tot, nachdem das ganze Blut raus war.

Treibwagen auf dem Demler-Hof
Treibwagen auf dem Demler-Hof

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