Seelenpflege und Clownsgedanken

08.12.2016 | Marlene Broeckers

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Marlene Broeckers

Texterin und Pressereferentin der NRD

Seelenpflege und Clownsgedanken

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit gibt es einen Tag, an dem in der NRD nicht gereinigt wird. An allen 50 Standorten. Das liegt nicht etwa daran, dass die Mitarbeitenden des Reinigungsservice streiken. Nein, sie kümmern sich am so genannten „Tag der Reinigung“ einmal um sich selbst. Nachdem es in den vergangenen Jahren um Fragen der körperlichen Gesunderhaltung gegangen war, standen in diesem Jahr Geist und Seele im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Anders als viele andere großen Einrichtungen lässt die NRD die Reinigung ihrer vielen Räumlichkeiten nicht durch einen externen Dienstleister durchführen. Die NRD legt großen Wert darauf, dass der Reinigungsservice durch eine eigene Abteilung organisiert wird. Die Kolleginnen und Kollegen gehen dann zu Werke, wenn die meisten anderen Menschen noch schlafen oder gerade ihren Tag beginnen.  Die etwa 120 Personen starke Einheit wird von Andrea Delp geleitet.

Beate Braner-Möhl gestaltete den Vormittag in der Lazaruskirche, unterstützt von Pfarrerin Claudia Allmann. Die rund 110 Teilnehmenden waren eingeladen, verschiedenen Stationen anzusteuern. Sie konnten aufschreiben, was ihre Schätze im Leben sind; sie konnten belastende Gedanken, symbolisiert durch Steine, am Altar ablegen, oder eine Kerze für jemanden anzünden, um den sie sich Sorgen machen.

Für ungeweinte Tränen standen blaue Glaskugeln, die in einen (Putz-)Eimer gelegt wurden. Scherben standen dafür, dass manchmal etwas kaputtgeht. Daneben aber auch das Sprichwort „Scherben bringen Glück“, verbunden mit der Aufforderung, darüber nachzudenken, wann sich aus einem Unglück etwas Gutes entwickelt hat.

Handmassage

Das Angebot einer Handmassage nahmen viele von Beate Braner-Möhl gerne an. Viele fanden, es sei ein schönes Gefühl, ja eigentlich auch eine Seelenmassage, die Hand, die sonst immer für andere sorgt und arbeitet, jemand anderem zu überlassen, der sie drückt und streichelt.

Auch der Einladung, anonym eigene Gebete zu formulieren, die im nächsten Gottesdienst in der Lazaruskirche vorgelesen werden, folgten einige gerne.

Als gegen Mittag alle an gedeckten Tischen saßen, kamen die Clowns. Drei der Clowns, die ab Februar die NRD im Rahmen des Leitbildes erkunden werden, machten heute schon mal einen Besuch bei denen, „ohne die in der NRD gar nichts geht“ und die zugleich „die wichtigsten Agenten“ sind, wenn die Clowns herausfinden sollen, wie die NRD tickt, so Clownin Rosa.

Wer ist die beste Reinigungskraft?

Ihren „Auftrag“, die beste Reinigungskraft zu küren, setzten die Clowns vortrefflich um. Nachdem sie festgestellt hatten, dass die meisten KollegInnen allein unterwegs sind und deshalb nicht wirklich beurteilen können, wer von ihnen der oder die Beste sei, vergaben Clownin Lotte, Frau Lüthi und Rosa herzlich gern erste Preise an alle – entweder in Form von kleinen perlen oder Sternen, die ins Gesicht geklebt wurden, oder als Schokoladen-Engel.

So wurde die Abteilung nach dem sehr besinnlichen Vormittag ganz schnell in heitere Laune versetzt – genau die richtige Stimmung, um zum Abschluss gemeinsam das leckere Essen aus der Großküche zu genießen.

Clowns am Tag der Reinigung

1  Kommentar

  • Brigitte Stock
    11.12.2016 14:03 Uhr

    De Idee und die Vorbereitungen zu diesem besonderen Tag waren mir schon bekannt.
    Umso mehr freue ich mich, dass genau dieser besondere Personenkreis so besonders bedacht
    wurde. Alle auszuzeichnen mit Sternchen und Perlen, wunderbar.
    Ich wünsche mir sehr, dass die Clowns ihre Arbeit fortsetzen und noch vielen Menschen
    Sternchen verleihen dürfen.
    Brigitte Stock

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