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Unterstützt neue Kontakte finden

19.05.2023 | Katrin Baginski

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Katrin Baginski

Katrin Baginski arbeitet als Pressereferentin und Texterin für die NRD.

Unterstützt neue Kontakte finden

Die erste Kontaktparty im November 2022 war ein voller Erfolg und hat auch Projektleiterin Stephanie Wilkens überrascht: „Mit einer so hohen Zahl an Besucher*innen und Anmeldungen haben wir nicht gerechnet.“ Bis in die Abendstunden war das Café 221 in Darmstadt gut gefüllt. Bei Barmusik und Getränken gab es reichlich Gelegenheit Blicke zu tauschen und erste Gespräche zu führen. Die Kontaktparty ist Teil des im Sommer 2022 gestarteten Projekts „Nachhaltiger Kontakttreff für Menschen mit Assistenzbedarf“ im Raum Darmstadt. Ziel ist es, für Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation hier nur schwer Zugang finden, Kontaktangebote für Freizeit und Partnerschaft zu ermöglichen. „Wir begleiten die Interessierten und unterstützen die Angebote so weit wie nötig, damit die Treffen nicht zu einmaligen Begegnungen werden“, macht Stephanie Wilkens deutlich. Dafür steht auch die Bezeichnung „Nachhaltig“ im Projektnamen.

Sichten, Sammeln und Sortieren

Aktuell steht das Projektteam vor der Aufgabe, die Vielzahl an Kontaktwünschen zu sortieren, um in Kooperation mit anderen Trägern passende Angebote zu realisieren. Dazu wurden zunächst alle Interessierten zu Treffen im kleinen Kreis eingeladen. Für jede der vier Kategorien – Kreativität, Bewegung, Ausflüge und Partnerschaft – traf sich eine bunt gemischte Gruppe Menschen im Café Extrablatt. Hier wurden in entspannter Atmosphäre und unterstützt durch die Übungsleiter*innen Fragebögen ausgefüllt, um zeitliche Möglichkeiten und Vorlieben zu erfassen.

Beim Treffen in der Kategorie Bewegung ist auch Alexander dabei, der in den Mühltal-Werkstätten beschäftigt ist. Er ist zusammen mit zwei Freunden gekommen. Was ihn interessiert? Er möchte mehr Möglichkeiten zum Fußballspielen finden und das am liebsten zusammen mit seinen Kumpels. Auch Günter aus der Aumühle interessiert sich für Fußball, aber auch für Tanzen und Spazierengehen.

Die meisten Klient*innen haben sich für das Thema Partnerschaft angemeldet. Deutlich wird, dass es einen Männerüberschuss im höheren Alter gibt. Insgesamt sind die Erwartungen an das Herzensthema hoch. Den Projektbeteiligten wird schnell klar, dass hier differenzierte Maßnahmen notwendig sind, um Wünsche und Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Ein erster Schritt könnte eine Kooperation mit der Partnervermittlung von Corinna Perleberg in Darmstadt sein, die auch inklusive Angebote macht.

Als Gemeinschaftsprojekt angelegt

Damit aus den Wünschen konkrete Angebote werden, ist der Austausch mit anderen Trägern und Institutionen in der Region wichtig. „Unser vorrangiges Ziel ist die Vernetzung vor Ort. Das Projekt soll ein Kooperationsprojekt sein. Nur so kann es langfristig umgesetzt werden“, stellt Stephanie Wilkens klar. Beim Austausch mit anderen Trägern wurde bereits deutlich: Viele der bereits bestehenden Freizeitangebote sind untereinander oder auch intern nicht bekannt. Das wollen die Beteiligten ändern.

Das Projektteam wird von sechs Übungsleiter*innen unterstützt. Ermöglicht wird dies durch eine Förderung der Aktion Mensch e. V. und anderer Projekte. Zum Team gehört auch ein Beschäftigter der Mühltal-Werkstätten. Im Rahmen eines speziellen Berufsbildungsprojektes absolvierte er hier zunächst ein Praktikum auf dem ersten Arbeitsmarkt und ist nun fest dabei.

Erste Angebote im Frühjahr

Auch wenn der Weg zu regelmäßigen Angeboten noch einiger Abstimmungen bedarf, sind erste konkrete Angebote bereits in Sicht. In Zusammenarbeit mit dem Sportkreis Darmstadt und dem Projekt „ZwischenRäume“ soll in Kürze ein Bewegungsangebot mit Tischspielen für Menschen mit Einschränkungen starten. Der Landkreis möchte das Angebot an inklusiven Angeboten in Vereinen insgesamt ausbauen. Dafür will sich auch der Behindertenbeauftragte Dr. Crncic einsetzen. Im Betreuten Wohnen der NRD wird überlegt, das gemeinsame Kochen durch eine Kooperation mit einem Kochstudio zu ergänzen. Angedacht ist auch eine Erweiterung des Schwimmangebots im NRD-Bewegungsbad. Eine Klientin aus der Aumühle möchte gemeinsames Handarbeiten anbieten.

Parallel dazu will der Kontakttreff die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen unterstützen, zum Beispiel beim Sporttag in Groß-Umstadt oder beim Hessentag im Juni in Pfungstadt oder wie zuletzt beim inklusiven Tanzangebot der Centralstation. Und aus den Kategorietreffen im Café Extrablatt soll ein inklusiver Stammtisch werden, um sich regelmäßig in geselliger Runde zu treffen und auszutauschen.

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  • Inklusion...

    ... heißt für mich, dass alle teilhaben. Es muss nicht immer alles perfekt sein, damit behinderte Menschen teilhaben können. Statt einer Super-Rampe tut es auch ein Stück Sperrholz. Und wenn das auch fehlt, kann man mich auch gerne mal über die Schulter werfen und irgendwo hinein tragen.

    Inklusion...
    Tobias Koch
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