Ökologische und soziale Verantwortung verbinden
Als Trägerin sozialer Einrichtungen übernimmt die NRD eine besondere Verantwortung für Mensch und Umwelt. Unser Handeln ist geprägt vom christlichen Verständnis der Nächstenliebe, von der Achtung der Menschenwürde sowie dem Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Wir setzen uns für eine inklusive Gesellschaft ein, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben und ihre Möglichkeiten entfalten können.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Menschen, die wir begleiten. Ihre Bedürfnisse und ihre umfassende Beteiligung sind für uns wichtige Maßstäbe – auch bei der Gestaltung unserer Angebote, Dienstleistungen und betrieblichen Abläufe. Angesichts globaler ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen wollen wir unsere Verantwortung ganzheitlich wahrnehmen und unsere Arbeit nachhaltig und umweltverträglich gestalten.
Dabei orientieren wir uns auch an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie bietet uns einen wichtigen Handlungsrahmen, um Nachhaltigkeit in unserer Arbeit konkret umzusetzen.
Ein wichtiger Bestandteil unseres kontinuierlichen Engagements für den Umweltschutz ist die EMAS-Zertifizierung. Mithilfe dieses europäischen Umweltmanagementsystems überprüfen und optimieren wir systematisch unsere Umweltleistungen und entwickeln unsere betrieblichen Prozesse stetig weiter.
Nach einer rund einjährigen Vorbereitungs- und Prüfphase wurde im März 2026 die erste erfolgreiche EMAS-Auditierung für die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) und ihre Tochtergesellschaften durchgeführt. Auf Grundlage der von einem externen Gutachter validierten Umwelterklärung ist die NRD unter der Registrierungsnummer DE-115-0050 nun seit Juni 2026 offiziell in das EMAS-Register eingetragen. Die für drei Jahre gültige Registrierung bestätigt, dass die NRD ein funktionierendes Umweltmanagementsystem betreibt und sich zur kontinuierlichen Verbesserung und Weiterentwicklung der Umweltleistung verpflichtet hat.

Mit unserer ersten Umwelterklärung geben wir Einblick in unsere Umweltpolitik, unsere Ziele und die Maßnahmen, mit denen wir Nachhaltigkeit innerhalb der NRD weiterentwickeln möchten. Sie beschreibt unseren Ausgangspunkt auf dem Weg zur Einführung von EMAS im Jahr 2026 – und sie macht deutlich, dass Nachhaltigkeit für uns ein kontinuierlicher Lern- und Entwicklungsprozess ist. Wir laden alle ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gestalten: Mitarbeitende, Klient*innen, Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen. Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen und auf den gemeinsamen Weg.
Hier können Sie die NRD-Umwelterklärung 2026 (als PDF-Dokument) herunterladen.
Mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS schaffen wir einen verbindlichen Rahmen, um ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung systematisch miteinander zu verbinden. Auf dieser Grundlage haben wir sieben Leitlinien entwickelt. Sie bilden den Handlungsrahmen für alle, die mit der NRD zusammenarbeiten.
1. Verantwortung für Menschen und Umwelt
Wir sehen soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und die Bewahrung der biologischen Vielfalt als eng miteinander verbundene Ziele. Unser Handeln richtet sich daran aus, Teilhabe zu ermöglichen und gleichzeitig natürliche Lebensgrundlagen für heutige und künftige Generationen zu erhalten. Wir möchten Vorbild für verantwortungs-bewusstes und nachhaltiges Handeln sein – in der Betreuung und Unterstützung von Menschen ebenso wie im Betrieb unserer Einrichtungen. Dabei gehen wir kritisch mit unseren eigenen institutionellen Strukturen um und reflektieren kontinuierlich, wo wir Exklusion und Umweltbelastungen abbauen können.
2. Rechtssicherheit, Risikomanagement und kontinuierliche Verbesserung
Wir verpflichten uns, alle umwelt- und sozialrelevanten Gesetze, Vorschriften und behördlichen Auflagen einzuhalten. Darüber hinaus entwickeln wir unsere Umwelt- und Sozialleistungen fortlaufend weiter und integrieren diese in unsere bestehenden Managementsysteme, insbesondere in das Qualitätsmanagement. Dieses schafft dabei einen verlässlichen Rahmen für Innovation, sichert unser Handeln ab und ermöglicht stabile, zukunfts-fähige Strukturen.
3.
Bewusstseinsbildung und Beteiligung
Teilhabe und Mitwirkung sind zentrale Prinzipien unserer Arbeit – sowohl in der Betreuung unserer Klient*innen als auch in der Gestaltung unserer Organisation. Wir fördern das Bewusstsein für ökologische und soziale Verantwortung bei Mitarbeitenden, Klient*innen, Bewohner*innen und Partnerorganisationen. Umweltbildung und Sensibilisierung verstehen wir als Teil einer gelebten Beteiligungskultur. Dabei machen wir deutlich, dass Verantwortung nicht allein auf das Individuum übertragen wird, sondern auf gemeinsamen Strukturen und Prozessen basiert.
4.
Ressourcenschonung, Klimaschutz und Digitalisierung
Wir setzen uns für einen effizienten, sparsamen und verantwortungsvollen Einsatz von Energie, Wasser, Materialien und Flächen ein. Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck der NRD kontinuierlich zu verringern und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir betrachten Digitalisierung als Chance, innovative Lösungen zu entwickeln, die Teilhabe fördern und gleichzeitig Ressourcen schonen. Technologische Innovationen prüfen wir im Hinblick auf ihre ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen.
5.
Nachhaltige Beschaffung und Mobilität
Bei unseren Beschaffungsprozessen berücksichtigen wir ökologische und soziale Kriterien. Wo möglich, bevorzugen wir regionale, umweltfreundliche und fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen. Auch unsere Mobilitätsentscheidungen – vom Fuhrpark bis zu Dienstreisen – orientieren sich an klimafreundlichen und barrierefreien Lösungen, soweit dies mit den Kostenträgern verhandelbar ist.
6.
Kooperation, Netzwerke und Transparenz
Um unsere Ziele zu erreichen, setzen wir auf vertrauensvolle Zusammenarbeit mit (Kosten-) Trägern, Unternehmen, Kirchengemeinden, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Behörden. Wir berichten regelmäßig und transparent über unsere Fortschritte, Ziele und Herausforderungen im Bereich Umwelt, Teilhabe und Inklusion. Offener Dialog, ökumenische Offenheit und wertschätzender Austausch mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen sind dabei zentrale Prinzipien.
7.
Integration in unser Selbstverständnis
Umwelt- und Klimaschutz sind untrennbar mit unserem diakonischen Auftrag verbunden. Sie prägen unser tägliches Handeln in Pflege, Betreuung, Verwaltung und Gemeinwesenarbeit. Das Umweltmanagementsystem nach EMAS dient uns als strategisches Steuerungsinstrument, um diese Verantwortung nachvollziehbar, messbar und verbindlich umzusetzen.
Mit diesen Leitlinien bekennt sich die NRD zu einer ganzheitlichen Strategie, die Teilhabe, ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität miteinander verbindet – für eine inklusive, gerechte und nachhaltige Gesellschaft.
Die NRD-Umweltleitlinien auf einen Blick (PDF-Dokument)
Energiebilanz der Stiftung-Nieder-Ramstädter Diakonie
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