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Teilhabe auch für Menschen mit schwerer Behinderung

22.11.2012

Wohnprojekt der NRD in Ober-Ramstadt besteht seit einem Jahr

 Sascha D., 33, kann es nicht fassen: Er schaut durch die bodentiefe Glastür auf die andere Straßenseite: „Ja, das ist ein Fertighaus. Heute Morgen war es noch nicht da“, erklärt Amin Ali, Heilerziehungspfleger bei der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD), und rückt für Sascha den Stuhl zurecht, damit der junge Mann verfolgen kann, wie nun das Dach auf das Haus gesetzt wird. Sascha D. ist schwer behindert. Er kann nicht sprechen und trägt wegen seiner Epilepsie einen Sturzhelm. Mit weiteren 15 Personen ist er vor knapp einem Jahr vom Kerngelände der NRD in Mühltal nach Ober-Ramstadt gezogen. Dort leben seitdem zwei Wohngemeinschaften in benachbarten Häusern mit gemeinsamem Garten. Den fünf technikbegeisterten Männern in den Ober-Ramstädter Wohngemeinschaften kommt es sehr zupass, nun in einem Neubaugebiet zu leben. Viele Stühle und Sessel haben ihren festen Platz an den Fenstern, denn es gibt jeden Tag etwas Neues zu sehen. „Alle Bewohner, auch die mit schweren Behinderungen, fühlen sich wohl hier. Wir sind hier näher dran am Leben“, sagt Amin Ali, Teamleiter in Ober-Ramstadt.

„Als erste große Einrichtung der Behindertenhilfe in Hessen setzt die NRD die Integration von Menschen mit Behinderung konsequent um“, sagt Walter Diehl, Vorstand der NRD. „Wichtig ist uns, auch für Menschen mit schwerer Behinderung bedarfsgerechte Wohnangebote zu schaffen, mitten in Städten und Gemeinden mit guter Infrastruktur.“
Deshalb schafft die NRD Wohneinheiten in Südhessen und Rheinland-Pfalz, wo mehr als 400 Menschen in familiären Einheiten leben können. Dadurch finden Familien mit behinderten Angehörigen Angebote in der Nähe ihres Wohnortes. „Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer integrativen Gesellschaft“, so Hans-Christoph Maurer, Vorstand der NRD, „denn das Leben auf einem besonderen Gelände, wo viele Menschen in großen Wohnheimen leben, lässt die Integration behinderter Menschen nicht zu.“

Bereits jetzt hat sich die NRD zu einem sozialen Dienstleister mit 17 Standorten vom Odenwald über Groß-Gerau bis Friedrichsdorf und Rheinland-Pfalz gewandelt. „Am Ende des Regionalisierungs-Prozesses werden die ambulanten und stationären Angebote der NRD an über 30 Orten zu finden sein“, so Diehl.
Die NRD setzt damit den 2005 von ihrem Stiftungsrat gefassten Regionalisierungs-Beschluss um, der auch die Umwandlung des Nieder-Ramstädter Kerngeländes einschließt: Es wird sich zu einem integrativen Stadtteil mit Wohn-, Arbeits- und Freizeitangeboten für Menschen mit und ohne Behinderung entwickeln.
Früher als andere Einrichtungen habe sich die NRD auf diesen Weg gemacht, der im Einklang stehe mit der von der Bundesregierung 2009 unterzeichneten UN-Konvention, welche Menschen mit und ohne Behinderung gleiche Rechte auf Teilhabe, Arbeit, Bildung und Selbstbestimmung einräume.

Neue Wohngemeinschaften in Darmstadt

Vor einem Monat sind weitere 14 Bewohner der NRD mitten im Leben angekommen: Sie zogen von Nieder-Ramstadt in zwei Häuser unweit der Innenstadt von Darmstadt. Auch hier leben mehrere Menschen mit hohem Hilfebedarf. Wie in allen regionalen Wohnprojekten gibt es auch hier nur Einzelzimmer. Einige der jüngeren Bewohner können schon selbstständig mit der Straßenbahn in die Stadt fahren. Am Tag der offenen Tür kurz vor dem Einzug staunten viele Besucher: „Was für ein wohnliches und gemütliches Zuhause!“

Marlene Broeckers

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  • Inklusion ...

    ... heißt für mich Integration von Menschen nicht nur ins Arbeitsleben, sondern in das gesellschaftliche Leben insgesamt. Vorangetrieben wird diese Entwicklung, wenn Menschen mit Behinderung möglichst überall sichtbar werden. 

    Inklusion ...
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    Personalleitung Caparol, Ober-Ramstadt
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