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Duales Studium ist „nicht ohne“

04.05.2021 | Marlene Broeckers

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Marlene Broeckers

Texterin der NRD

Duales Studium ist „nicht ohne“

20 Stunden pro Woche im Kinderhort arbeiten, 20 Stunden studieren, abends und am Wochenende lernen, sechs Wochen Ferien im Jahr. Wer sich ein solches Pensum zumuten will, kann innerhalb von sieben Semestern staatlich anerkannte Fachkraft für Sozialpädagogik & Management werden. Ferzije Kaba und Marie-Lisa Schmidt haben es durchgezogen und sind damit sehr zufrieden. Ihre beruflichen Aussichten sind gut.

Im Febraur haben Ferzije Kaba, 22, und Marie-Lisa Schmidt, 24, Abschiedsgeschenke für „ihre“ Kinder gebastelt. Jede der beiden jungen Frauen hatte sich im Hort um sieben Kinder besonders zu kümmern, ihre sogenannten Bezugskinder. Alle sollten zur Erinnerung an die Zeit im Hort etwas mitnehmen können. Unter anderem schrieben sie für jedes Kind eine eigene biografische Geschichte.

Mit Marlene Broeckers haben die beiden Studentinnen über die duale Ausbildung gesprochen, die sie an der Internationalen Berufsakademie (IBA) Darmstadt und in der NRD absolviert haben. „Eine duale Ausbildung ist gut“, findet Marie-Lisa, „und die Inhalte in unserem Fach sind gut gewählt. Was man an Theorie lernt, kann man oft sofort in die Praxis umsetzen.“ Die Arbeitsbelastung allerdings ist „nicht ohne“, meint Ferzije, „man muss viel lernen, auch abends und oft am Wochenende.“ Dazu hatten die Studentinnen wegen der Kontaktbeschränkungen seit dem vergangenen Frühjahr viel Gelegenheit. Der Management-Teil des Studiums nimmt etwa 20 Prozent ein und vermittelt Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für die Anwendung in sozialen Einrichtungen sowie Führungs- und Managementkompetenzen. Der Studiengang verfolgt das Ziel, Führungskräfte für die mittlere Führungsebene in sozialen Einrichtungen auszubilden. Die Studierenden werden befähigt, sich schnell und fachlich fundiert in die Arbeit sozialer Einrichtungen einzubringen und in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge hinein zu denken.

Die Berufsziele der beiden Bensheimerinnen haben sich durch das Studium nicht verändert. Beide möchten sich mit kleinen Kindern beschäftigen, Marie-Lisa kann sich später auch eine Tätigkeit beim Jugendamt vorstellen: „Aber ich finde, dafür sollte man unbedingt vorher Erfahrungen im echten Leben sammeln.“ Beide haben für ihre Bachelor-Arbeit aktuelle Themen gewählt. Bei Ferzije ging es um Bewegung, bei Marie-Lisa um die Frage, wie sich der Medienkonsum von Kindern durch die Pandemie verändert hat. Das Ergebnis überrascht nicht und ist, so die junge Frau, ein Alarmzeichen: „Vor Corona haben die Hortkinder im Schnitt eineinhalb bis zwei Stunden mit Medien verbracht. Jetzt sind sie täglich drei bis vier Stunden mit ihrem Handy, dem Tablet oder mit fernsehen beschäftigt.“

Aus dem Hort wird eine Kita

Die Zeit im Hort war für die Studentinnen eine gute Erfahrung. Das Konzept der Betreuung – viele verschiedene Angebote zwischen freiem Spiel und gemeinsamen Aktivitäten in der Gruppe – hat ihnen gefallen, die familiäre Atmosphäre im Haus fanden sie ausgesprochen angenehm. Ende März haben sie vom Hort Abschied genommen. Und auch die Tage des Horts sind gezählt. Mit dem Ende des Schuljahres endet im Juli dieses Angebot, denn der in Hessen beschlossene „Pakt für den Nachmittag“ setzt der nachschulischen Betreuung durch andere Träger ein Ende. Kinder werden stattdessen künftig in der Schule zu Mittag essen und bis zum Nachmittag betreut werden. Und im Haus Volkerstraße 37 wird es in Zukunft eine inklusive Kita mit bis zu 50 Plätzen geben. Eine entsprechende Anfrage der Stadt Bensheim haben IF-Leiterin Silke Hauptmann-Brohm und Hortleiterin Stephanie Vonderschmidt positiv beantwortet. Mit den nötigen Umbauten soll im August begonnen werden. Spätestens im November werden dann Kinder mit und ohne Behinderung ab drei Jahren im IF betreut werden.

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